Sozialkonflikt bei Brussels Airlines: Gewerkschaft bittet um einen Schlichter

Im Sozialkonflikt bei der belgischen Fluggesellschaft Brussels Airlines, bei dem es um zu hohen Arbeitsdruck geht, sind die Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und der Direktion festgefahren. Eine der beteiligten Gewerkschaften schlägt jetzt vor, einen Schlichter zu benennen, um eine Lösung in dem Konflikt zu finden.

CNE, der frankophone Flügel der christlichen Angestelltengewerkschaft, bittet um die Benennung eines Schlichters in diesem Sozialkonflikt. CNE-Vertreter Didier Lebbe deutete dies am Montagabend nach einer weiteren Verhandlungsrunde zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei Brussels Airlines, als sich erneut keine Lösung abzeichnete.

Laut CNE bringen die Verhandlungen derzeit nichts Konkretes mehr und deshalb soll eine Schlichtung über einen Vermittler von außerhalb in Erwägung gezogen werden.

Der Sozialkonflikt bei Brussels Airlines dreht einmal mehr um hohen Arbeitsdruck - dieses Mal speziell beim Kabinenpersonal. Hier müssen wenige Mitarbeiter die Arbeit von vielen Kollegen miterledigen, da die Fluggesellschaft weiterhin zu viele Beschäftigte in Kurzarbeit behält.

Jetzt schlug die Direktion vor, 20 zusätzliche „Vollzeit-Äquivalente“ anzuwerben, doch dies reicht den Gewerkschaften bei weitem nicht. Allerdings wollen die Arbeitnehmervertreter nicht streiken, um nicht wieder die Reisenden und den Urlaubssektor zu treffen und in diesen Corona-Zeiten weiter zu benachteiligen. 

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