Mehr Armut in Flandern - Mietspiegel für Wohnungen steigt auf durchschnittlich über 750 €

Rund 10 % aller Flamen kommen nur schwerlich mit ihrem Einkommen rund, wie das flämische Statistikamt auf Basis einer europäischen Studie meldet. Viele flämische Haushalte können sich in den Ferien nicht mal eine Woche Urlaub weg von zu Hause leisten. Gleichzeitig steigen die durchschnittlichen Wohnungsmieten auf über 750 € monatlich.

Etwa 10 % der flämischen Haushalte kommen nach einer europäischen Studie nicht oder nur schwerlich mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Einkommen aus, wie das Statistikamt des Landes meldet. Bis zu 15 % der Familien in Flandern können sich zudem noch nicht einmal eine Woche Urlaub in den Ferien weg von zu Hause leisten. Das betrifft rund 1 Million Menschen. Armut kommt hierzulande am häufigsten bei Personen mit weniger Bildung, bei Arbeitslosen und bei Alleinstehenden vor.

Gleichzeitig steigt in Flandern der Mietspiegel, wie das flämische Wirtschaftsblatt De Tijd am Mittwoch meldet. Demnach sind die Mieten für Appartements hierzulande im ersten Halbjahr 2021 auf durchschnittlich über 755 € gestiegen, womit die Marke von 750 € zum ersten Mal überschritten wurde, wie bei CIB, dem Maklerverband in Flandern, verlautete.

CIB analysierte dazu 15.700 Mietverträge, die zwischen Januar und Juni 2021 am privaten Mietmarkt in Flandern abgeschlossen wurden. Grund für diese Entwicklung sind eine aktuell hohe Nachfrage und mehr Neubauten, die eher hochpreislich sind. Das bedeutet, dass es für finanziell eher schwache Haushalte immer schwieriger wird, in Flandern bezahlbaren Wohnraum zu finden, das die Armutszahlen schon kurzfristig wohl weiter ansteigen lassen wird. 

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