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Flandern will den Opfern der Hochwasserkatastrophe in der Provinz Lüttich mit Wohnungen aushelfen

Nach der Hochwasser- und Überflutungskatastrophe in der Provinz Lüttich vor einem Monat will die flämische Landesregierung denen helfen, die seit dem kein Dach mehr über dem Kopf haben. Landesgesundheitsminister Wouter Beke (CD&V) will aktuell leerstehende Wohnungen aus dem sozialen Bereich als vorläufige Ersatzunterkünfte für Hochwasseropfer zur Verfügung stellen. Inzwischen geraten Bewohner der schwer getroffenen Stadt Pepinster in die Mühlen zwischen den Versicherungen und der Stadtverwaltung. 

Gesundheitsminister Beke lässt zu diesem Zweck Wohnungen suchen und deren Einrichtung analysieren, die im Süden der flämischen Provinzen Limburg und Flämisch-Brabant liegen, Provinzen, die an der Provinz Lüttich grenzen. Dies soll eine gewisse Nähe zur Heimat der Betroffenen bieten.

Der Plan ist, dass die Versicherungen der Geschädigten die anfallenden Kosten für die provisorische Unterbringung vergüten. Assuralia, der Dachverband des belgischen Versicherungswesens, und die wallonischen Behörden gaben an, sich an dem Vorhaben beteiligen zu wollen.

Es müsse vermieden werden, dass Leute auf der Straße landen, so Beke. Das bedeutet auch, dass Betroffene aus dem Überschwemmungsgebiet im Wesertal unter Umständen auch auf unbestimmte Zeit in solchen Wohnungen bleiben könn(t)en. 

Pepinster: Häuser abreißen oder reparieren?

In der schwer getroffenen Stadt Pepinster (Foto unten) sind inzwischen einige Hausbesitzer zwischen die Mühlen von Behörden und Versicherungen geraten, wie unsere frankophonen Kollegen der RTBF melden. Bürgermeister Philippe Godin (Lokalpartei Pepin) hat befohlen, dass rund 50 schwerstbeschädigte Häuser und Gebäude abgerissen werden müssen. Die Versicherungen aber sind der Ansicht, dass man einige dieser Häuser eher reparieren sollte.

Natürlich geht es hier um Geld. Der Unterschied zwischen Abriss und Neubau bzw. Wiederherstellung kann je nach Größe des Gebäudes zwischen 200.000 und 400.000 liegen. Bürgermeister Godin verlangt jetzt von den Versicherungsgesellschaften, dass diese detaillierte Angaben zum Zustand der betroffenen Bauten vorlegen, damit man individuell entscheiden könne, was letztendlich in Erwägung gezogen werden kann.  

Pepinster
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