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16-jähriger Brüsseler, der vor der Küste von Oostende verschwand, tot aufgefunden

In Oostende ist am Donnerstagabend die Leiche des 16-jährigen Jungen gefunden worden, der am Nachmittag im Meer verschwunden war. Der stellvertretende Gouverneur von Westflandern hat das Ergebnis der stundenlangen Suchaktion bestätigt.

Der 16-jährige Junge war am Donnerstag zusammen mit Freunden nach Ostende gekommen. Gegen 16 Uhr war er schwimmen gegangen. Danach fehlte von dem jungen Mann jede Spur. Eine groß angelegte Suchaktion wurde eingeleitet.   

Ein Rettungshubschrauber und mehrere Boote wurden eingesetzt und suchten den Jungen zunächst in der Nähe des westlichen Wellenbrechers. Gleichzeitig suchten die örtliche Polizei und Rettungsschwimmer den Strand und Deich.    

Gegen 18.30 Uhr verlagerte sich die Suchaktion in Richtung Oosteroever und Bredene. Kurz vor 20 Uhr wurde die Leiche des Jungen gefunden. Nach Angaben des amtierenden Bürgermeisters Kurt Claeys (Open VLD) nicht weit von dem Ort entfernt, an dem er verschwand.  

Freunde und Familie des Jungen sowie die Rettungsschwimmer bekamen psychologische Unterstützung. Polizei und Staatsanwaltschaft werden die genauen Umstände des Verschwindens und des Todes untersuchen.  

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Bei Springflut ist das Meer, auch wenn es ruhig scheint, gefährlich

Nach dem Tod des 16-jährigen warnen die Rettungsschwimmer zur Vorsicht im Meer, auch wenn es ruhig aussieht, sagt Bart Van Eechoute, Leiter der Rettungsschwimmer in Middelkerke: "Die See war eigentlich ruhig, es war wenig Wind. Aber zurzeit ist Springflut. Die dauert ein paar Tage, an denen die Ströme sehr stark sind. Am Donnerstagnachmittag gegen vier oder fünf Uhr war der Strom am stärksten. Er kann dann leicht vier Kilometer pro Stunde erreichen.” 

Es handelt sich nicht um eine Unterströmung, erklärt Van Eechoute, sondern um eine vollständige Verlagerung: "Die gesamte Wassermasse bewegt sich parallel zur Küstenlinie in Richtung Niederlande. Und jeder, der in diesen Strom gerät, bewegt sich mit ihm. Je weiter man im Meer ist, desto stärker ist die Strömung." 

Die Springflut kann mehrere Tage dauern und tritt immer in den drei Tagen nach Neu- oder  Vollmond ein, also alle zwei Woche. Der Leiter der Rettungsschwimmer warnt: "Das Meer ist tückisch, auch wenn es ruhig aussieht. Besonders für Kinder, die sich der Gefahr nicht immer bewusst sind und denken, dass alles ruhig ist, bleibt das Meer gefährlich." 

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