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Belgien bietet eine dritte Impfdosis gegen Corona für bestimmte Personengruppen an

In Belgien wird es zu einer dritten Impfung gegen das Coronavirus Covid-19 kommen. Die Gesundheitsminister aus Bund, Ländern und Regionen haben sich darauf geeinigt, dass bestimmten Personengruppen eine solche dritte Impfung ermöglicht werden soll. Das betrifft Menschen mit einem schwachen Immunsystem, ungeachtet ihres Alters.

Aus wissenschaftlichen Studien, auf die sich die hiesigen Behörden berufen, ist ersichtlich, dass einige Menschen nach einer herkömmlichen Impfung gegen Corona nicht ausreichend gegen das Coronavirus geschützt sind. Dabei handelt es sich alleine in Belgien um 300.000 bis 400.000 Menschen, z.B. um Transplantationspatienten, Krebspatienten oder Dialysepatienten.

Sie erhalten in den kommenden Wochen und Monaten eine Einladung zu einer dritten Corona-Impfung. Die belgischen Gesundheitsbehörden sehen für diese zusätzlichen Schutzimpfungen Dosen von Pfizer/BioNTech und Moderna vor, auch wenn die bisherigen Impfungen mit einem anderen Vakzin (AstraZeneca oder Janssen/Johnson & Johnson) erfolgten. Diese Kombination soll den besten Impfschutz bieten, so Flanderns Landesgesundheitsminister Wouter Beke (CD&V).

Auch ältere Menschen, die z.B. in Wohn- und Pflegeheimen leben, sind oftmals auch nach zwei Impfungen nicht ausreichend gegen Covid-19 geschützt, da ihre Körper nicht oder nicht mehr in ausreichendem Maße eigene Antistoffe produzieren. Ob diese Personen in Belgien ebenfalls in Anmerkung für eine dritte Impfung kommen, ist noch nicht beschlossen. Die Gesundheitsministerkonferenz wartet dazu noch auf die Ergebnisse weiterer Studien. 

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