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Das belgische Finanzamt spendet überzählige Büromöbel an Hochwasser-geschädigte Gemeinden

Am Mittwochmorgen packte Bundesfinanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V) selbst mit an, als ausgedientes und abgeschriebenes Büromaterial aus seinem Kabinett und aus anderen staatlichen Einrichtungen in Möbelwagen des belgischen Zivilschutzes geladen wurde. Diese Möbel sind eine Spende des Finanzamtes an die von der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli schwer getroffenen Gemeinden in der Provinz Lüttich.

Normalerweise werden überzählige oder abgeschriebene Büromöbel aus staatlichen Einrichtungen über den sogenannten „Fin-Shop“ verkauft oder versteigert. Das ist der Online-Shop des Bundesfinanzamtes, über den z.B. auch beschlagnahmte Dinge verkauft werden (Schmuck, Autos usw.).

Doch angesichts der Tatsache, dass die Hochwasserkatastrophe, die Mitte Juli vor allem Gemeinden an der Weser und an der Ourthe in der Provinz Lüttich getroffen hatte und dass dabei auch einige Kommunalverwaltungen zerstört oder überflutet wurden, dachte sich Finanzminister Van Peteghem, dass man Möbel statt sie zu veräußern auch dorthin bringen könne, wo sie dringend gebraucht werden.

Die am Mittwoch in Brüssel verladenen Büromöbel gingen direkt an die Gemeindeverwaltungen von Limbourg/Dolhain und Pepinster an der Weser und nach Esneux an der Ourthe.

Für Laura Iker (MR), die Bürgermeisterin von Esneux, kommen diese Möbel wie gerufen: „Wir hatten die Möglichkeit, in der Mitte der Gemeinde ein Zentrum zu eröffnen. Bisher hatten wir eines in Esneux und eines in Tilff (eine Teilgemeinde von Esneux (Red.)). Jetzt haben wir beschlossen, langfristig ein Zentrum im Herzen der Gemeinde zu eröffnen. Für die Einrichtung hatten wir tatsächlich Möbel nötig. Dank dieser Spende können wir unsere Bürger auf eine würdige Art und Weise empfangen.“

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