Schlussendlich doch nur 7 Belgier auf niederländischem Evakuierungsflug aus Kabul

Letztendlich befanden sich nur sieben Belgier an Bord des niederländischen Evakuierungsfluges aus Kabul. Dies wird vom Sprecher der Außenministerin, Sophie Wilmès, bestätigt. Zunächst war angekündigt worden, insgesamt 16 Belgier wären evakuiert worden, aber nach der Passkontrolle stellte sich heraus, dass nur sieben die belgische Staatsangehörigkeit besaßen. 

 Gestern Nachmittag gelang es den Niederlanden zum ersten Mal, Menschen vom Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul zu evakuieren. Das Flugzeug mit den evakuierten Personen landete gestern Abend um kurz nach 23 Uhr auf dem Amsterdamer Flughafen Schiphol. 

Ursprünglich wurde gemeldet, dass sich 16 Belgier an Bord dieses Fluges befanden, aber nach einer Passkontrolle stellte sich heraus, dass nur 7 Personen mit belgischer Staatsangehörigkeit evakuiert wurden. Dies bestätigte der Pressesprecher von Außenministerin Sophie Wilmès. Weitere 15 Personen auf dem Flug hatten zum Zeitpunkt des Abflugs angegeben, sie  seien Belgier, was aber nicht stimmte. Die meisten von ihnen haben eine Verbindung zu den Passinhabern. Es handelt sich beispielsweise um Familienangehörige.

Chaotische Umstände vor dem Abflug

Die Tatsache, dass sich die ursprünglich mitgeteilte Zahl von 16 Belgiern als falsch herausstellte, ist an sich nicht sehr überraschend. Das Einsteigen in den Evakuierungsflug verlief aufgrund der hektischen Situation am Flughafen Kabul besonders chaotisch. Außerdem mussten die Personen an Bord des Evakuierungsflugzeugs ihre Nationalität durch Handzeichen angeben. Ihre Pässe wurden erst bei der Ankunft kontrolliert.

Für morgen ist auch eine belgische Evakuierungsmission geplant. Verteidigungsministerin Ludivine Dedonder erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Belga, dass solche Situationen morgen vermieden werden sollten. Wer an Bord eines Evakuierungsfluges gehen will, müsse einen belgischen Pass oder ein gültiges Dokument vorlegen, aus dem hervorgeht, dass diese Person eine direkte Beziehung zu unserem Land hat.

Falls möglich dürfen auch Staatsangehörige anderer EU-Staaten an Bord

Jedes für die Evakuierung eingesetzte C130-Flugzeug kann hundert Personen befördern, und es wird möglich sein, mehrmals zwischen Kabul und Islamabad, wohin die Evakuierten gebracht werden, hin- und herzufliegen. Die Herausforderung wird darin bestehen, alle auf der Evakuierungsliste stehenden Personen zum Flughafen zu bringen.

Es sei nicht die Absicht, mit halbleeren Flugzeugen zurückzukehren, betonte Dedonder. Ziel sei es, alle Personen zu evakuieren, die auf der Evakuierungsliste der Botschaft stehen. Darüber hinaus könnten auch andere Europäer mit einem gültigen Reisepass einen Platz auf dem Evakuierungsflug erhalten.

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