Ab September werden die Corona-Regeln in Flandern und Wallonien gelockert. Warum nicht in Brüssel?

Da die Durchimpfungsrate in Brüssel noch nicht hoch genug ist, werden die Corona-Maßnahmen in der Region Brüssel-Hauptstadt am 1. September nicht gelockert. Der Brüsseler Ministerpräsident Rudi Vervoort (PS, französischsprachige Sozialisten): "Diese Entscheidung dient zum Teil als Anreiz für die Einwohner Brüssels, sich so schnell wie möglich impfen zu lassen, aber vor allem aus epidemiologischen Gründen." 

Wann wird es auch in Brüssel zu einer Lockerung der Corona-Regeln kommen? "Es ist schwierig, eine konkrete Frist zu setzen. Zunächst muss die Durchimpfungsrate von 70 % erreicht werden, und das wird hoffentlich so bald wie möglich der Fall sein", so Vervoort.

Welche Regeln gelten weiterhin in Brüssel?

  • Die Maßnahmen im Gaststättengewerbe bleiben bestehen: 1,5 Meter Abstand zwischen den Gruppen, nicht mehr als acht Personen an einem Tisch, Sperrstunde um 1:00 Uhr.
  • Nachtläden müssen weiterhin um 1:00 Uhr morgens schließen.
  • Homeoffice wird nach wie vor empfohlen.
  • Beschränkungen für Veranstaltungen, Trauerfeiern und Kommunionen bleiben bestehen.
  • Nur die Beschränkung der Anzahl der Personen, die man zu Hause empfangen kann - derzeit 8 - wurde in Brüssel ebenfalls gestrichen.

Der flämische Ministerpräsident Jambon (N-VA, flämische Nationalisten) hofft, dass sich die Flamen bei der Arbeit oder in der Schule in Brüssel und oder bei einem Besuch in der Hauptstadt an die Regeln halten werden: "Wer in den Urlaub fährt, passt sich auch den Regeln des Landes an. Wer auch immer nach Brüssel kommt, wird dort das Gleiche tun müssen.“

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