Rotes Kreuz Belgien und Flandern richten 220 Aufnahmeplätze für Afghanistan-Flüchtlinge ein

Auf Ersuchen des belgischen Staates bereiten das belgische Rote Kreuz und sein flämisches Pendant, Rode Kruis, 220 Aufnahmeplätze für Flüchtlinge aus Afghanistan vor, die in Belgien um internationalen Schutz bitten könnten, teilte die Organisation am Montag mit.

Die ersten Repatriierungsflüge aus Afghanistan trafen am Montagmorgen mit 226 Personen an Bord auf dem Militärflughafen Melsbroek ein. "Nach einer Bewertung des Unterbringungsbedarfs durch die zuständigen Behörden könnten einige der Personen internationalen Schutz in Belgien beantragen", so das Belgische Rote Kreuz.

Die Organisation und ihr flämisches Pendant, die vom Staat beauftragt sind, die Aufnahme von Asylbewerbern zu gewährleisten, haben 220 Plätze vorbereitet, die im Notfall aktiviert werden können. 160 befinden sich in Wallonien und 60 in Flandern.

Die betroffenen Personen werden zunächst in den 23 bestehenden Aufnahmezentren des Roten Kreuzes untergebracht. In diesen Zentren sind derzeit 5.862 Personen beherbergt, darunter 1.088 afghanische Staatsangehörige.  

Familienzusammenführung

"Die derzeitigen Daten lassen keine Aussage darüber zu, ob sich die Asylsituation deutlich ändern wird oder nicht", so das Rote Kreuz. "Die Aufnahme wird an die jeweilige Situation angepasst, gegebenenfalls mit psychosozialer Beratung und natürlich mit Maßnahmen zur Familienzusammenführung mit den Menschen, die im Land geblieben oder anderswohin geflohen sind.“

In diesem Zusammenhang erinnert das Rote Kreuz daran, dass sein Dienst Restoring Family Links (RFL) eng mit anderen Rotkreuzorganisationen in der ganzen Welt sowie mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz zusammenarbeitet, das in Konfliktländern aktiv ist.

Im vergangenen Jahr haben 190 Personen einen Suchantrag über den RFL-Dienst gestellt, und 140 Personen wurden über den Dienst ausfindig gemacht.

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