Streikankündigung bei Brussels Airlines: Unzufriedenheit über Konzernmutter Lufthansa

Die Gewerkschaften, die die Beschäftigten von Brussels Airlines – einem Tochterunternehmen der deutschen Lufthansa - vertreten, haben einen Streik angekündigt. In der vergangenen Woche wurden die Gespräche über eine Lösung für den nach Ansicht der Gewerkschaften zu hohen Arbeitsdruck, unter dem das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft leidet, ohne Einigung abgebrochen.  

In einer Erklärung der Gewerkschaften heißt es: "Das Management hat sich kategorisch geweigert, über eine strukturelle Lösung für den Tarifvertrag zu verhandeln, der uns von der Lufthansa 2020 auferlegt wurde".

Sie kündigen an, ihre Mitglieder zu informieren, die seit Beginn des Sommers unter starkem Arbeitsdruck stünden. Dies sei eine Folge zahlreicher betriebsbedingter Kündigungen bei der belgischen Airline. Außerdem wurden den Mitarbeitern von Brussels Airline erhebliche Kaufkraftverluste zugemutet, so die Gewerkschaften. 

"Wir können nur sagen, dass dies eine bedauerliche Situation ist, und wir fordern die einzige Partei, die dafür verantwortlich ist, nämlich Lufthansa, auf, Verantwortung zu übernehmen und dem Personal von Brussels Airlines mehr Respekt zu zeigen". 

Zuvor hatte die Geschäftsführung von Brussels Airlines erklärt, dass sie eine Verhandlungslösung anstrebe. Die Geschäftsleitung verurteilt "alle Maßnahmen, die den Fluggästen schaden, sich auf den Arbeitsdruck für andere Mitarbeiter auswirken und die Weiterentwicklung und finanzielle Stabilität des Unternehmens gefährden können".

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