COIB weiß nichts von fiktiven Turnieren, mit denen 3x3-Lions sich für Tokio qualifiziert hätten

Das Belgische Olympische und Interföderale Komitee (COIB) teilt mit, dass es keine Kenntnis von fiktiven Turnieren der 3x3-Baskettballspieler habe, mit denen diese sich für die Olympischen Spiele in Tokio hätten qualifizieren können. Die flämische Zeitung De Standaard berichtete am Mittwoch, die 3x3 Lions hätten fiktive Turniere organisiert, um Punkte für die internationale Rangliste zu sammeln. Der belgische Basketballverband erklärte heute, eine Untersuchung einzuleiten. 

De Standaard schreibt, etwa 27 Turniere seien zwischen August und Oktober 2019 fiktiv angesetzt worden. Den 3x3 Lions gelang es sich für die Sommerspiele zu qualifizieren, wo sie den 4. Platz erreichten.  

"Dem COIB sind derzeit keine betrügerischen Praktiken bekannt", sagte Matthias Van Baelen, Sprecher der belgischen Olympischen Organisation gegenüber der Nachrichtenagentur Belga. "Wir werden die Angelegenheit intern prüfen und abwarten. Es ist eine sehr komplexe Situation, aber die Untersuchung muss vom internationalen Basketballverband FIBA geführt werden.”  

Das COIB wird die Vermutungen zunächst mit dem belgischen Basketballverband besprechen. Sie sind die erste Anlaufstelle für die Athleten", fügt Matthias Van Baelen hinzu.   

Das Team 3x3 Antwerpen mit Nick Celis, Rafael Bogaerts, Thierry Marien und Thibaut Vervoort, die vier Olympioniken, belegte am Sonntag beim World Tour-Turnier in Lausanne den dritten Platz. In dieser Woche (mit Bryan De Valck anstelle von Thierry Marien) nimmt es am Challenger-Turnier in Riga, Lettland, teil. Dort wollen die Basketballspieler sich für das Masters in Abu Dhabi (World Tour) Ende Oktober qualifizieren. 

Reaktion der Lions aus Riga

Während der belgische Verband eine Untersuchung ankündigt, haben die 3x3 Lions aus Riga reagiert: “Wir waren damals eine gute Mannschaft und haben uns qualifiziert. Das haben wir 2021 auch auf dem Platz bewiesen. Wir haben keine weiteren Anmerkungen zu machen. Das würde die harte Arbeit und die Opfer, die wir seit Monaten gebracht haben, schmälern. 

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