Tödlicher Verkehrsunfall in Antwerpen: Ampeleinstellung im Kreuzfeuer

Die Ampeleinstellung für die Kreuzung in Antwerpen, an der am Dienstag zwei Mädchen von 1,5 und 9 Jahren von einem Lkw erfasst und getötet wurden, war am 15. April angepasst worden, um die Kreuzung “konfliktfrei" (und sicherer) zu machen.  Am 8. Juli beschloss der Stadtrat, die alte Regelung wieder einzuführen. 

Die Ampeleinstellung für die Kreuzung in Antwerpen, an der am Dienstag zwei Mädchen von 1,5 und 9 Jahren von einem Lkw erfasst und getötet wurden, war am 15. April angepasst worden, um die Kreuzung “konfliktfrei" (und sicherer) zu machen.  Am 8. Juli beschloss der Stadtrat, die alte Regelung wieder einzuführen. 

Gestern wurden zwei Schwestern im Alter von 1,5 und 9 Jahren an der Kreuzung der Lange Leemstraat und der Sint-Vincentiusstraat in Antwerpen getötet. Der Lastwagen stieß mit den Schwestern zusammen, als er nach links abbog, während die Mädchen versuchten, die Straße mit einem Roller zu überqueren. Sowohl für den Lastwagen als auch für die Kinder stand die Ampel auf Grün. 

An sogenannten konfliktfreien Kreuzungen sorgen Ampeln dafür, dass jede Richtung getrennt Grün oder Rot erhält. Auf diese Weise kann es nicht zu einer Situation kommen, in der Fahrzeuge nach rechts oder links abbiegen und dann mit Radfahrern oder Fußgängern kollidieren, die zur gleichen Zeit Grün haben.   

In einer Mitteilung erklärt der Stadtrat für Mobilität Koen Kennis (N-VA), dass die Ampeleinstellung im Interesse der Rettungsfahrzeuge aus dem Sint-Vincentius-Krankenhaus stattfand. Die Stadt habe auch beschlossen, eine Warnleuchte zu installieren. Solange der Polizeibericht nicht vorliegt, will Kennis sich nicht weiter zu dem Unfall oder zu der Situation an der fraglichen Kreuzung äußern.  

Das Sint-Vincentius-Krankenhaus selbst betont, dass die Anpassung der Ampeln nicht auf seinen Wunsch hin erfolgt sei und dies auch nicht notwendig gewesen sei.   

Polizeibericht

"Es bleibt die Frage, warum der LKW-Fahrer, der links abbiegen wollte, die Mädchen nicht bemerkt hat", sagt Kristof Aerts von der Antwerpener Staatsanwaltschaft. "Das müssen sowohl das Sachverständigengutachten als auch die Befragung des Lastwagenfahrers beweisen. Letzteres ist noch nicht geschehen, weil der Fahrer unter Schock steht. 

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