Wegen niedriger Impfrate: Region Brüssel impft bald auch auf Baustellen

Bauunternehmen, die in Brüssel arbeiten, können ihre Beschäftigten demnächst sogar auf der Baustelle impfen lassen. Mit dieser Initiative wollen die Brüsseler Gesundheitsbehörden die Impfquote erhöhen.  

Am Dienstag hat die Gesundheitsverwaltung Vorschläge formuliert, um ab September jede Woche 16.000 Erstimpfungen vorzunehmen, um den Rückstand gegenüber Flandern und der Wallonie aufzuholen. Dazu gehören Impfaktionen in großen Unternehmen, auf den Parkplätzen von Großwarenhäusern und Schulen. Auch Bauunternehmen haben ihre Mitarbeit zugesagt, wie der Verband der Bauwirtschaft Brüssel-Hauptstadt am Mittwoch mitteilte.  

Ab zehn Freiwilligen können die Impfungen in einem Bauunternehmen oder auf einer Baustelle durchgeführt werden, erklärt Jurgen Hamelryck vom Bauwirtschaftsverband: "Ursprünglich ging es darum, die Impfungen in den Unternehmen durchzuführen. Aber wir dachten, es wäre besser, ein breiteres Publikum zu erreichen, und das geht besser über die Baustellen. Denn neben einem Hauptauftragnehmer sind auf einer solchen Baustelle oft verschiedene Subunternehmer tätig. Und in Brüssel gibt es häufig ausländische Arbeitnehmer, die nicht geimpft sind. So erreichen wir ein breiteres Publikum." 

Die Gesundheitsverwaltung der Region stellt die Spritzen und das medizinische Personal zur Verfügung, die Baufirma muss u.a. einen Raum zur Verfügung stellen. Die Impfungen werden mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson durchgeführt, von dem nur eine Dosis erforderlich ist. 

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