EU-Kommission mit belgischem Subventionssystem für Gaskraftwerke einverstanden

Die belgische Energieministerin Tinne Van der Straeten (Groen), die in den letzten Jahren für einen schnellen und vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie gekämpft hat, begrüßt das Ja der Europäischen Kommission zum Subventionssystem. Dieses System war in der vorangegangenen Legislaturperiode erarbeitet und genehmigt und von der amtierenden Regierung von Alexander De Croo angepasst worden. 

Dank der europäischen Entscheidung kann der Atomausstieg in Belgien und die Stromversorgung durch Gaszentralen aufgefangen werden. Mit den Subventionen sollen zwei oder drei neue Gaskraftwerke gebaut werden. Kritiker werfen der grünen Ministerin vor, dass Gaszentralen mehr CO2 ausstoßen als Atomkraftwerke.  

"Der Weg zu 100 % erneuerbaren Energien ist nun völlig offen", sagte Van der Straeten (Foto) auf Twitter. "Das Ziel des Investitionsmechanismus ist es, genügend Flexibilität in das System zu bringen, um den Übergang zu 100 % erneuerbaren Energien zu ermöglichen", so der Minister. 

Gaskraftwerke sind in der Tat flexibler (leichter ein- und ausschaltbar) als die Kernenergie, so dass sie nach dem Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2025 eine Art Reserveenergiequelle darstellen. Darüber hinaus "legt der Mechanismus größten Wert auf innovative Batterieprojekte, Nachfragesteuerung und Speicherung", so die Ministerin.

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