Letzter belgischer Evakuierungsflug mit 37 Personen aus Afghanistan in Melsbroek gelandet

Am Freitagmorgen ist der letzte belgische Evakuierungsflug mit Rückkehrern aus Afghanistan auf dem Militärflughafen Melsbroek bei Brüssel gelandet. An Bord waren 37 Personen. Sie waren zuvor von der afghanischen Hauptstadt Kabul nach Islamabad in Pakistan gebracht worden. Vorgestern kündigte die belgische Regierung an, die  Evakuierungsmission "Red Kite" wegen großer Sicherheitsrisiken abzubrechen.

Das Charterflugzeug von Air Belgium war am Donnerstagabend in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gestartet. An Bord befanden sich 37 Personen: 6 Belgier, 3 Ungarn und 15 Bulgaren. Bei den übrigen Passagieren handelte es sich um Soldaten, Diplomaten und Hilfspersonal. Nach ihrer Ankunft in Melsbroek wurden sie, getrennt nach Nationalitäten, mit Bussen zur Militärkaserne in Peutie gebracht, wo sie einer medizinischen Untersuchung und Sicherheitsüberprüfung unterzogen wurden. Das Flugzeug selbst kehrte nach Islamabad zurück, für den Fall, dass noch Menschen repatriiert werden müssten

Am Mittwochabend hatte die Bundesregierung den Abbruch der Evakuierungsmission bekanntgegeben: "in Anbetracht der sich entwickelnden Lage in Afghanistan und im Einvernehmen mit anderen europäischen Partnern". Die Risiken waren und sind hoch, nachdem gestern Selbstmordattentate auf dem Flughafen von Kabul verübt worden sind. IS-K (IS Khorasan, ein Ableger der Gruppe Islamischer Staat) hat sich zu diesen Anschlägen bekannt. Dabei fielen fast 100 Tote und viele Verletzte.

In 6 Tagen transportierten 23 Flüge von C-130 der belgischen Armee mehr als 1.400 Menschen von Kabul nach Islamabad. Mit dem Flug von heute Morgen waren es insgesamt 8 von Islamabad nach Melsbroek.

Derzeit sollen sich noch etwa 114 Personen in Kabul aufhalten, die ein Recht auf Rückführung in unser Land haben. "Die Absicht ist, diese Menschen zu bitten, an einem sicheren Ort zu bleiben", sagte der Staatssekretär für Asyl und Migration Sammy Mahdi (CD&V) in "Terzake". Mahdi hofft, dass sie in den kommenden Tagen noch repatriiert werden können.

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