SchülerInnen an flämischen Schulen in Brüssel können sich impfen lassen

Der Brüsseler Minister für das niederländischsprachige Bildungswesen, Sven Gatz (Open VLD), will dazu beitragen, die geringe Durchimpfungsrate in der Region Brüssel-Hauptstadt und die Impfbereitschaft von Jugendlichen zu erhöhen. SchülerInnen an den flämischen Schulen und ihre Eltern können sich bald in der Schule impfen lassen.

Nur 11 % aller Brüsseler Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren sind zurzeit vollständig geimpft (zwei Dosen des Pfizer-Impfstoffs). 22 % von ihnen haben inzwischen die erste Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten. Wegen der niedrigen Durchimpfungsrate müssen die SchülerInnen der Sekundarstufe im Unterricht eine Maske tragen. Im Gegensatz zu den Schulen in Flandern und in der Wallonie. Da die Impfkampagne in der Hauptstadt nicht so weit fortgeschritten ist wie im Rest des Landes, ist das Risiko eines Ausbruchs in den Schulen höher und könnte dazu führen, dass die betroffenen Schulen vorübergehend zum Fernunterricht zurückkehren.  

Um die Durchimpfungsrate an den flämischen Schulen zu erhöhen, hat die flämische Verwaltung in Brüssel einen Plan entwickelt. 

In den ersten Wochen nach Beginn des Schuljahres werden die SchülerInnen über den Impfstoff informiert. Die Behörden wollen sie mit praktischen Argumenten überzeugen.   

In einer zweiten Phase wird die Impfung der SchülerInnen der am Projekt beteiligten Schulen organisiert. Schulen, die sich in der Nähe eines Impfzentrums befinden (Pacheco in Brüssel-Stadt und die Zentren in Molenbeek, Forest und Sint-Pieters-Woluwe), werden die SchülerInnen und ihre Eltern zur ersten und zweiten Impfung begleiten. In anderen Schulen wird die Impfung vor Ort durchgeführt. 

12- bis 15-Jährige brauchen die schriftliche Erlaubnis ihrer Eltern. Ab dem Alter von 16 Jahren können sie selbst entscheiden. 

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