Remco Evenepoel gewinnt das Brussels Cycling Classic - Peloton schlägt falsche Richtung ein

Remco Evenepoel hat seine Favoritenrolle bestätigt und gewann am Samstag das Brussels Cycling Classis. Der 21 Jahre alte Radprofi von Deceuninck-Quick Step gewann die neue Version des früheren Klassikers Paris-Brüssel im Alleingang. Das Rennen wurde entscheidend von einem Richtungsfehler geprägt. Das Peloton bog rund 20 km vor dem Ziel in eine falsche Richtung ab und verlor damit wertvolle Sekunden.

Das Brussels Cycling Classic bekam für die diesjährige 101. Ausgabe einen neuen Rennverlauf mit Start und Ziel in Brüssel sowie zentral zweimal die Mauer von Gerardsbergen und je einmal den Bosberg und den Congoberg - bekannt von den flämischen Frühjahrsklassikern. Für Remco Evenepoel, der aus Aalst stammt, sind die flämischen Ardennen eine Art Heimspiel, denn dort lebt und trainiert er auch.

Bei der ersten Passage über die Mauer von Geraardsbergen sortierte Evenepoel die Konkurrenz bereits aus. Mithalten mit ihm konnten zunächst lediglich Philippe Gilbert und Victor Campenaerts. Das Trio konnte einige andere Fahrer aus der bis dahin führenden Gruppe abschütteln und raste in Richtung Brüssel.

Etwa 20 km vor dem Ziel kam es zu einem seltsamen Schauspiel als die Gruppe um die langsamer gewordenen Gilbert und Campenaerts einem Motorradbegleiter an einer Kreuzung nach rechts folgten, während Evenepoel, dem nur noch Aimée De Gendt folgte, nach links weiterfuhr. Die beiden kennen die Gegend und machten sich davon.

Aus einem Rückstand von 20 Sekunden wurden für die Verfolger über 40 Sekunden und Remco Evenepoel konnte das Rennen endgültig auf sein Maß schneidern. 11 km vor der Ziellinie, am Ninoofsesteenweg, setzte er zu seinem bekannten Solo an und De Gendt war ausgezählt. 

Evenepoel kam nach 205,3 km alleine in Brüssel an und gewann hier sein zweites Rennen in drei Tagen. Vorher hatte er bereits den Druivenkoers in Overijse in Flämisch-Brabant gewonnen. Tosch Van der Sande, Philippe Gilbert und der Schweizer Marc Hirschi kamen letztendlich mit 2:14 Rückstand ins Ziel, wobei Van der Sande den Sprint um Platz 3 gewinnen konnte. 

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