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Neues Schuljahr für 1,2 Millionen Kinder und Jugendliche in Flandern

An diesem 1. September hat auch im belgischen Bundesland Flandern das neue Schuljahr angefangen. 1,2 Millionen Kinder und Jugendliche gehen wieder zur Schule und dort werden sie von rund 130.000 Lehrerinnen und Lehrern begrüßt. Für nicht wenige von ihnen allen ist dies ein freudiges Wiedersehen, denn in der Vergangenheit war Homeschooling wegen Corona eher das Maß aller Dinge.

Nach fast zwei Corona-Schuljahren wird in Flandern fast überall wieder Unterricht wie normal gegeben, denn jetzt beginnt für die meisten flämischen Schulkinder wieder der Präsenzunterricht in den Schulen. Und viele Kinder und Jugendliche müssen in ihren Klassen im Unterricht auch keine Mund- und Nasenschutzmasken mehr tragen.

Im flämischen Sekundarschulwesen allerdings gelten einige Corona-Maßnahmen, wie das Tragen von Mundmasken, außerhalb der Klassen, z.B. in den Gängen oder auf den Schulhöfen, wenn die anderthalb Meter Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Für die allermeisten Beteiligten ist dies ein allgemeines Aufatmen - im wahrsten Sinne des Wortes angesichts der Aufhebung der allgemeinen Mundmaskenpflicht.

Einige Regeln gilt es dennoch zu beachten

In allen Schulen müssen die Klassen so gut wie möglich gelüftet werden können und auf die Handhygiene soll geachtet werden. Überall stehen also weiter Infektionsmittel zur Verfügung. Überdies soll darauf geachtet werden, dass die Schulkinder in ihren Klassen stets am gleichen Platz sitzen oder dass Klassenwechsel zwischen den Schulstunden weitgehend vermieden werden.

Inzwischen sind auch wieder außerschulische Aktivitäten zugelassen, wie z.B. Ausflüge, Praktika bei Unternehmen oder Verbänden und Organisationen. Alles in Allem gilt in Flandern im Schulwesen, dass die geltenden Regeln denen angepasst sind, die andernorts auch gelten. Seit dem 1. September gibt es in ganz Belgien auch wieder neue Lockerungen der Corona-Maßnahmen. 

Wieder private Verstärkung für De Lijn

Ab September setzt die flämische Verkehrsgesellschaft De Lijn zur Verstärkung des Schülerverkehrs auch wieder private Reisebusse ein. Auf diese Weise sollen die Schulkinder besser auf die Fahrzeuge verteilt werden, um eventuelle Corona-Ansteckungen im Gedränge zu vermeiden. Insgesamt werden 413 Reisebusse dazu in Flandern eingesetzt, was sich die Landesregierung 4,6 Mio. € kosten lässt.

Ob diese zusätzlichen Busse auch nach September noch notwendig sind, hängt vom Impfgeschehen bei den Jugendlichen ab und von den Corona-Statistiken. Nebenbei bemerkt: Diese Busse sind auch für alle anderen Fahrgäste nutzbar - aber nur bei gültigem Fahrschein oder Abo.

Impfen vor der Schule?

In Gent steht ein Impfbus vor den Toren der Grundschule „De Triangel“. Mit dieser Initiative sollen die Eltern der Schulkinder, die noch nicht geimpft sind, sensibilisiert werden, diesen Schritt doch zu tun. Vor allem in Großstädten lassen sich noch zu wenig Menschen gegen Corona impfen. Beim Start des neuen Schuljahres soll die Gelegenheit genutzt werden, auch viele Eltern begrüßen zu können.

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