C. Barton van Flymen

Seriöse Schlüsseldienste: ab 2021 bitte mit Ausweis!

Ab nächstem Jahr müssen Schlüsseldienste ihren Kunden einen amtlichen Ausweis zeigen. Das hat die Staatssekretärin für Verbraucherschutz Eva De Bleeker (Open VLD) im regionalen Radio der VRT gesagt. Die Maßnahme soll verhindern, dass Schlüsseldienste zu hohe Preise verlangen, schlechte Arbeit leisten und ihre Telefonnummer ständig wechseln. 

In der Not, beispielsweise, wenn man seinen Wohnungsschlüssel von innen hat stecken lassen, ruft man den erstbesten Schlüsseldienst, den man auf den gelben Seiten im Internet findet. Leider verlangen viele extrem hohe Preise und erwarten Barzahlung für schlechte Arbeit. Dem Verbraucherschutz sind die unlauteren Betriebe schon lange ein Dorn im Auge. Inzwischen hat Google solche Anzeigen sogar blockiert.  

Die belgische Staatssekretärin für Verbraucherschutz hat eine weitere Maßnahme gegen die Betrugsmasche ergriffen. 

Verhaltenskodex und Kompetenz

"Wir haben uns mit den Schlüsseldiensten, den Ausbildungszentren, der Wirtschaftsinspektion und Google zusammengesetzt", so Eva De Bleeker (Foto unten), “und uns auf einen Ausweis geeinigt, der professionelle von unlauteren Betrieben unterscheidet." Der Ausweis ist ab Januar 2022 gültig.”   

Schlüsseldienste bekommen den Ausweis nicht einfach so: "Sie müssen einen Verhaltenskodex unterschreiben und über die fachliche Kompetenz verfügen", sagt die Staatssekretärin. Mit der Unterzeichnung des Verhaltenskodex verpflichten sie sich, den Kunden im Voraus über den Grundpreis und die Zuschläge zu informieren, eine transparente Rechnung mit klaren Preisen und Kontaktdaten auszustellen. Darüber hinaus erhält den Ausweis nur derjenige, Ausbildung und technische Kompetenz für Schließtechniken besitzt.     

Die Ausweise werden kontrolliert und Ihre Inhaber auf einer Liste des Wirtschaftsministeriums eingetragen." 

Seriöse Schlüsseldienste bald wieder auf Google zu finden

Google hat in diesem Frühjahr die Anzeigen für unseriöse Schlüsseldienste entfernt. Darüber waren die seriösen Schlüsseldienste sehr verärgert: "Auch dieses Problem wird gelöst werden", versicherte Eva De Bleeker im Gespräch mit Radio 2: “Google wird sich überlegen, wie sie die verschiedenen Schlüsseldienste voneinander unterscheiden können".  

Steht dennoch eine unseriöse Firma bei einem Verbraucher auf der Matte, sollte der Betroffene dies unbedingt melden: "Wenn etwas schiefläuft oder Sie vermuten, dass mit dem Schlüsseldienst etwas nicht stimmt, sollten Sie die Polizei rufen und den Vorfall über die Meldestelle des Wirtschaftsministeriums melden."

Leider gibt es auch unehrliche Klempner und Elektriker. Eva De Bleeker möchte das gleiche System zu gegebener Zeit auch auf diese Berufe anwenden. 

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