Neuer Plan, um die Abfallberge nach dem Hochwasser in der Wallonie zu entsorgen

Noch immer sind Unmengen von unsortiertem Abfall aus den wallonischen Hochwassergebieten auf mehreren Halden zu finden und noch immer wird weiterer Unrat von dort angefahren. Doch jetzt will die wallonische Regionalregierung diese Müllberge schneller abbauen bzw. Teile davon zur Recyclage sortieren. Dabei zählen die Behörden auf Abfallverwertungs-Gesellschaften aus ganz Belgien. 

Unsere Fotos und das Video zeigen  eine Müllhalde auf einem ungenutzten Autobahnteilstück bei Lüttich, wo aktuell 90.000 Tonnen (noch) unsortierter Abfall aus dem Wesertal lagern und wo noch immer täglich Lastwagen neuen Unrat anfahren. Andernorts sind weitere 70.000 Tonnen Hochwasserunrat aus den betroffenen Gebieten an verschiedenen Stellen angehäuft worden.

Inzwischen stinkt dieser Unrat und er zieht Ungeziefer an, also muss er weg und zwar so schnell wie möglich. Ursprünglich war geplant, diese Abfallberge innerhalb eines Jahres abzubauen, doch die wallonische Umweltministerin Céline Tellier (Ecolo) will dies beschleunigen, denn der kommende Sommer könnte wieder ein sehr trockener Sommer werden - mit allen nur erdenklichen Folgen für solche Müllberge…

Und, so die Ministerin, der Prozentsatz an Abfall aus den Hochwassergebieten, der recycliert werden soll, wird von derzeit geplanten 30 % auf 50 % angehoben werden. Das wird also eine Mammutaufgabe. Dazu rechnet die wallonische Landesregierung mit der Hilfe aller Abfallverwertungs-Gesellschaften in Belgien, z.B. von SUEZ Recycling, ein Unternehmen, das jetzt schon hier aktiv ist. Denuo, der Dachverband der Abfallunternehmen in Belgien, wird das Vorhaben koordinieren. 

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