Jäger, der Jürgen Conings fand, soll versucht haben, Maschinengewehr des Soldaten zu stehlen

Der Jäger, der die Leiche des ehemaligen Elitesoldaten Jurgen Conings gefunden hat, wird jetzt des versuchten Waffendiebstahls verdächtigt. Dies schreibt Het Nieuwsblad und wird von der Limburger Staatsanwaltschaft bestätigt. Der Jäger steht auch bereits unter Verdacht des illegalen Waffenbesitzes und der Weitergabe von Bildern von Conings' Leiche an deutsche Medien. 

Nach einer wochenlangen Suche nach dem flüchtigen Elitesoldaten Jürgen Conings, der mit Anschlägen gedroht hatte, war dessen Leiche Ende Juni im Dilsersbos, einem Wald in Dilsen-Stokkem (Provinz Limburg) gefunden worden. Sowohl der Bürgermeister von Maaseik als auch der Jäger hatten einen durchdringenden Geruch bemerkt. Die Polizei wurde benachrichtigt und bald darauf wurde die Leiche des damals flüchtigen Soldaten Jürgen Conings in der Gegend gefunden.  

Am selben Abend fand die Kripo Conings' P90-Maschinengewehr einige Meter vom Fundort der Leiche entfernt. Es schien aber erst vor Kurzem dort versteckt worden zu sein. Inzwischen gehen die Ermittler davon aus, dass Conings bereits seit geraumer Zeit tot war, als seine Leiche gefunden wurde. Das schließen sie aus seinem Schrittzähler: Er hatte nach seinem Verschwinden nur 800 Schritte zurückgelegt, ist also wahrscheinlich kurz danach gestorben.

Wer hat dann das Maschinengewehr von Conings weggenommen, einen Monat nach seinem mutmaßlichen Tod? Die Ermittler verdächtigen nun den Jäger, der die Leiche gefunden hat. Er habe die Waffe schnell woanders versteckt, um sie später mitnehmen zu können, so die Begründung. Die Ermittlungen laufen. 

Der Jäger wird nicht nur des versuchten Diebstahls einer Waffe verdächtigt. Die Ermittler verdächtigen ihn auch des illegalen Waffenbesitzes, nachdem in seiner Wohnung mehrere nicht zugelassene Waffen gefunden worden waren. Der Mann wird außerdem verdächtigt, Bilder der Leiche von Jürgen Conings an deutsche Medien weitergegeben zu haben. 

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