Paralympikonen Peter Genyn (li.) und Roger Habsch

Nicht nur Rennrollstuhl von Genyn sabotiert: auch andere belgische Rollstuhlsprinter im Visier

Die mutwillige Beschädigung des Rennrollstuhl von Sprinter Peter Genyn auf den Paralympischen Spielen in Tokio hat die Sportwelt schockiert. Das belgische Paralympische Komitee gab am Samstag bekannt, Klage einzureichen. Jetzt wird bekannt, dass Genyn nicht der einzige belgische Athlet war, der der Sabotage zum Opfer fiel. "Auch die Rollstühle von Joyce Lefevre und Roger Habsch wurden beschädigt", sagte Sporza-Reporter Geert Heremans am Sonntagmorgen auf Radio 1. 

Zwei Stunden vor dem 100-Meter-Finale waren die Reifen von Genyns Rollstuhl zerstochen und der Rahmen beschädigt worden. Die belgischen Mechaniker haben es dennoch geschafft, Genyn an den Start zu bringen. Der Rollstuhlsprinter holte sogar die Goldmedaille. 

Jetzt wurde bekannt, dass auch bei der Sprinterin Joyce Lefevre die Reifen zerstochen und bei Roger Habsch (Bronze auf 100 Meter) der Rollstuhl schwer beschädigt wurden", erklärte Geert Heremans. 

Roger Habsch: "Ich hatte dort einen Reifenschaden, und zwar einen Reifenschaden von links nach rechts. Das wurde absichtlich so gemacht. Und vorgestern wurde auch die Achse meines Rennrollstuhls beschädigt. Daran wurde herumgepfuscht. Dessen bin ich mir sicher." 

Auffallend: Kein anderes Land hatte unter Sabotage zu leiden. Es bleibt eine sehr einzigartige und bizarre Geschichte. Und ich frage mich, ob man je herausfinden wird, wer dahintersteckt", so Heremans, der von Tokio aus berichtete. 

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