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Die olympischen Medaillengewinner aus Belgien müssen keine Steuern auf ihre Prämien zahlen

Jahrelang schwitzen sie im Training und in Wettkämpfen mit einem Ziel vor Augen: Olympisches Edelmetall. Auch die belgischen Sportler werden von diesem Ehrgeiz nicht verschont. Doch dass sie danach die Hälfte ihrer Gewinnprämie an den Fiskus abführen müssen, empfinden viele - nicht nur die Sportler selbst - als ungerecht, zumal nicht wenige ihren Sport auf Amateurbasis mit hohem Eigenanteil an der Finanzierung betreiben. Bundesfinanzminister Vincent Van Peteghem (CD&V) arbeitet an einer Lösung.

Belgische Sportler, die bei Olympischen Spielen eine Goldmedaille gewinnen, erhalten von der Nationallotterie eine Prämie von 50.000 €. Bei den vergangenen Spielen in London und in Rio waren diese Prämien steuerfrei, doch in diesem Jahr nach Tokio sollte sich dies ändern. Das wäre für die beiden im Video gezeigten belgischen Sportlerinnen Nafi Thiam (Siebenkampf) und Nina Derwael (Turnen) sicher nicht schön gewesen, wo sie sich 5 Jahre lang für dieses Ziel abgerackert haben. 

Doch jetzt gab Bundesfinanzminister Van Peteghem bekannt, dass auch dieses Jahr keine Steuern und Abgaben auf die Prämien für die Medaillengewinner erhoben würden.

Der Minister arbeitet nach eigenen Angaben daran, hierzu eine endgültige gesetzliche Regelung vorzubereiten. Diese soll sich auch nicht nur auf den Sport beschränken, sondern werde auch Prämien für außergewöhnliche Leistungen in den Bereichen Kultur und Wissenschaften ausgedehnt, wo derartige Zahlungen und Förderungen ebenfalls mit bis zu 50 % steuerlich belastet werden. 

JDM
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