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Belgiens Telekomanbieter erneut vom FLUBOT-Virus betroffen

Die belgischen Telekom-Operatoren Proximus, Telenet und Orange werden seit Tagen von falschen SMS-Berichten überspült. Pro Tag müssen rund 2 Millionen dieser Berichte abgefangen und blockiert werden, wie unsere Kollegen vom flämischen Privatfernsehen VTM Nieuws melden. Deren Berichte wurden inzwischen vom belgischen Telekom-Wachhund BIPT bestätigt. Diese SMS-Berichte enthalten einen Link zu einer App, die direkt zum gefährlichen FLUBOT-Virus führt.

Das FLUBOT-Virus zirkulierte letztes Jahr schon einmal in Belgien und taucht jetzt erneut auf. Wer unvermutet einen SMS-Link öffnet, der zu diesem Virus führt, riskiert, dass sein Bankkonto geplündert wird, so die Warnung. Letztes Jahr verbarg sich das Virus in einer SMS, die angeblich von der belgischen Post (Bpost) kam. Jetzt handelt es sich um eine SMS, die angeblich vom Paketdienst DHL kommt. Auch hier versuchen die Betrüger, an persönliche Daten zu kommen, wie z.B. an Bankdaten.

In diesen SMS wird darum gebeten, einen Link zu öffnen, um zu sehen, wann ein zu erwartendes Paket ankommen wird. Dazu muss eine App installiert werden und gerade hier schlummert die Gefahr. Das FLUBOT-Virus durchsucht sofort alle Adressenangaben und infiziert damit auch alle Kontakte der Betroffenen. Besonders gefährdet sind die Daten von Bankverrichtungen, denn diese sorgen dafür, dass Konten geplündert werden können.

Diese falsche App erscheint zwischen allen anderen Apps auf den angegriffenen Handys oder Smartphones und ist nicht mehr zu entfernen. Lösen kann man das Problem, in dem man z.B. sein Gerät wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzt, doch dann sind alle selbst geladenen Apps ebenfalls weg. Man kann sein Gerät auch im „safe modus“ neustarten. So kann man das Virus ebenfalls loswerden, doch auch dann sind einige Einrichtungen mit verschwunden. Rund 2.000 infizierte Smartphones haben die verschiedenen Telekomanbieter bereits blockieren müssen. 

Am besten ist natürlich, diesen SMS-Link von DHL nicht zu öffnen. Man kann davon aber einen Screenshot machen und diesen zur Webseite verdacht@safeonweb.be weiterleiten (in Niederländisch) oder info@safeonweb.be (in Deutsch). 

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