Foto: Raf Willems

Massenhaft Störche im Kempenland um Antwerpen gesichtet

Seit einigen Tagen lassen sich abends zahllose Störche im Kempenland in den Provinzen Antwerpen und Limburg nieder. Diese Tiere machen Rast auf ihrem Herbstzug in Richtung Spanien. Störche sind sowohl auf den Wiesen und Äckern zu sehen, als auch an ungewöhnlichen Orten, wie den Lichtmasten an der Autobahn E34, wo das Foto oben am Montagabend entstanden ist.

In den letzten Tagen werden vor allem rastende Störche in Ravels, Arendonck und Oud-Turnhout gesichtet. Nicht selten lassen sie sich zum schlagen auch auf dem Beleuchtungsmasten an der Autobahn E34 nieder. Doch auch auf Kirchtürmen oder Fabrikdächern suchen sie sich ruhige Pöstchen aus.

Ornithologen haben an den Beringungen der Störche feststellen können, dass die meisten von ihnen aus den Niederlanden oder aus Deutschland kommen.

Gerald Driessens, Ornithologe bei der flämischen Naturschutzgesellschaft „Natuurpunt“ sagte gegenüber VRT NWS, dass man vor 20 Jahren noch froh sein konnte, wenn man mal eine Gruppe von 10 Störchen sah, „doch in den letzten Jahren haben wir immer Glück und sehen in dieser Jahreszeit große Gruppen, die unsere Gegend überfliegen oder die hier Rast machen.“

Inzwischen, so Driessens, würden sich die Störche nicht mehr die Mühe machen, nach Afrika zu fliegen, um dort zu überwintern: „Mit der Klimaerwärmung können sie genauso gut in Südeuropa überwintern.“ Wer hier noch ziehende Störche sehe will, der muss sich beeilen. Der Zug ist bald zu Ende. Morgens haben die Vögel ab etwa 10 Uhr eine gute Thermik, um zu starten, so der Ornithologe.

Interessant ist, dass viele Störche länger in Gegenden und auf ufernahen Wiesen in Flandern bleiben, vor allem in Regionen, die Mitte Juli nach dem schweren Regen überschwemmt wurden… 

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