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PFOS-Skandal: Flandern prüft Zuschusszahlungen für das 3M-Chemiewerk in Zwijndrecht

Flanderns Landeswirtschaftsministerin Hilde Crevits (CD&V) hat eine Untersuchung nach den Zuschüssen und den Fördergeldern für das Werk des US-Chemiekonzerns 3M in Zwijndrecht bei Antwerpen anberaumt. 3M hat in den vergangenen Jahren Gelder aus der Landeskasse erhalten, die zu bestimmten Zwecken dienen sollen, doch der von einem Umweltskandal geschüttelte Konzern muss jetzt belegen, wozu diese Subsidien verwendet wurden.

3M erhielt in den vergangenen 10 Jahren aus der flämischen Landeskasse rund 5 Mio. € an Zuschüssen für das Werk in Zwijndrecht. Diese Mittel waren z.B. für Innovationen aber auch für Umweltmaßnahmen gedacht. 

Landeswirtschaftsministerin Crevits lässt die tatsächliche Verwendung dieser Gelder jetzt untersuchen, um auch zu prüfen, ob die Zuschüsse gerechtfertigt waren.

3M ist voreinigen Monaten in Ungnade gefallen, als bekannt wurde, dass PFOS-haltige Abfälle in der Umgebung des Werks von Zwijndrecht quasi vergraben wurden (was bei Bauarbeiten des Antwerpener Verkehrsprojekts Oosterweel-Verbindung ans Tageslicht kam, als entsprechende verunreinigte Erde auftauchte - Video unten) und wegen der teilweise illegalen Verklappung von giftigen Abwässern in die Schelde. 

Verschiedene Verfahren in dieser Frage laufen bereits in Belgien und in den USA, wo das Mutterhaus des 3M-Konzerns zu Hause ist. 

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