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Anschläge von Brüssel und Zaventem: Zehn Verdächtige werden vor das Schwurgericht gebracht

Zehn Verdächtige müssen sich wegen ihrer Beteiligung an den Terroranschlägen vom 22. März 2016 am Flughafen Zaventem und in der Brüsseler U-Bahn vor einem Geschworenengericht verantworten. Das hat die Anklagekammer heute entschieden.  

Im Januar hatte die Brüsseler Ratskammer bereits entschieden, dass zehn Verdächtige vor dem Geschworenengericht angeklagt werden müssen, darunter Salah Abdeslam, Oussama Atar, Sofien Ayari, Osama Krayem und Mohamed Abrini, "der Mann mit dem Hut", der seine Tasche voller Sprengstoff am Flughafen zurückließ (Foto unten). 

In einem ordentlichen Gerichtsverfahren muss die Anklagekammer ebenfalls über den Fall entscheiden. Heute hat die Kammer das Urteil bestätigt.  Die zehn Verdächtigen werden daher unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes in einem terroristischen Zusammenhang vor Gericht stehen. Gegen eine Entscheidung der Anklagekammer kann immer noch Berufung beim Obersten Gerichtshof eingelegt werden, um mögliche Verfahrensfehler anzufechten. 

Das Gerichtsverfahren wird voraussichtlich im September 2022 beginnen. Der Prozess wird in den ehemaligen NATO-Gebäuden in Haren stattfinden. Auf dem Justizgelände sind die Arbeiten für den Bau eines eigens für diesen Prozess vorgesehenen Gerichtssaals und mehrerer Säle für die Presse und die Öffentlichkeit in vollem Gange.  

Bei den Anschlägen in Zaventem und Brüssel am 22. März 2016 wurden 32 Menschen getötet. Fast 700 Menschen wurden körperlich oder seelisch verletzt. 

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