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Diesen Sonntag ist autofreier Tag: Das erwartet Sie in Brüssel und Flandern

Der autofreie Tag ist ein Muss im Brüsseler Kalender und findet am heutigen Sonntag, den 19. September, wieder in der Hauptstadt statt. Die rund 160 km2 der Region Brüssel sind von 9.30 Uhr bis 19 Uhr für den Autoverkehr gesperrt. Die alljährliche Veranstaltung wird sich wie immer auf alternative Mobilitätslösungen konzentrieren. In Flandern werden 35 Städte und Gemeinden ebenfalls ohne motorisierte Fahrzeuge auskommen. 

Mit 19 für den Autoverkehr gesperrten Gemeinden wird Brüssel für einen Tag zur größten autofreien Zone in Europa. Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, auf Rollschuhen, mit dem Roller oder auf dem Rücken eines Pferdes - es geht darum, den Asphalt anders zu genießen. "Und um auf den Geschmack der aktiven Mobilität zu kommen", schlägt Brussels Mobility vor. 

Ausnahmen und Sicherheit

"Der autofreie Sonntag gilt für alle, mit Ausnahme der öffentlichen Verkehrsmittel, der Taxis, der Busse, der Rettungsdienste, der Behinderten mit Ausweis oder Ausnahmegenehmigung, der diplomatischen Vertretungen und der öffentlichen Verkehrsmittel", erklärt Brussels Mobility und empfiehlt die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung. Die Höchstgeschwindigkeit für diese Fahrzeuge beträgt im gesamten Gebiet 30 km/h. "Benutzen Sie die Tunnels unter keinen Umständen", sagte die regionale Organisation.

Die Bürgerinnen und Bürger, die diesen Tag genießen wollen, sind außerdem aufgerufen, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. "Wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind, beachten Sie die Ampeln, Verkehrsrichtungen und Vorfahrtsregeln. Passen Sie auf Ihre Kinder auf, Fußgänger gehören auf den Bürgersteig", warnt Brussels Mobility.

"Jedes Jahr kommt es bei dieser Veranstaltung zu blauen Flecken, Stürzen und anderen leichten Verletzungen, auch wenn in den letzten Jahren keine schweren Unfälle zu verzeichnen waren", so Camille Thirry, Sprecherin von Brussels Mobility. 

Kostenlose öffentliche Verkehrsmittel

Den ganzen Tag über sind die öffentlichen Nahverkehrsmittel in Brüssel kostenlos. Auch das Verkehrsangebot wird überarbeitet, wobei die meisten U-Bahn-, Bus- und Straßenbahnlinien erheblich verstärkt werden.

Wie jedes Jahr veranstaltet auch die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft einen Tag der offenen Tür. Die Öffentlichkeit kann einen Blick hinter die Kulissen der Baustelle der künftigen Metro 3 werfen, die am Bahnhof Albert in Vorst/Forest gebaut wird.

Aktivitäten und Unterhaltung

Außerdem finden an diesem Tag verschiedene Veranstaltungen und Aktivitäten statt. In vielen Vierteln wird mit Picknicks, Flohmärkten, Jam-Sessions und Kinderspielplätzen gefeiert.

In mehreren Gemeinden, darunter Auderghem und Ganshoren, sollen Mobilitätsdörfer eingerichtet werden. Die BXL Run Crew organisiert außerdem einen 10 km langen Lauf um den Innenstadtring.

Darüber hinaus finden weitere Veranstaltungen statt, z. B. die Heritage Days, die während des gesamten Wochenendes abgehalten werden.

Wegen Corona finden jedoch keine Veranstaltungen für die breite Öffentlichkeit statt. Auch die 20. Ausgabe von Bucolic Brussels musste aufgrund von Verzögerungen beim Bau des Brüsseler Parks abgesagt werden.

Auch in Flandern

In Flandern fällt der autofreie Tag in diesem Jahr mit den Radweltmeisterschaften zusammen. Mehrere flämische Städte und Gemeinden, wie Brügge und Leuven, setzen daher alles daran, das Bewusstsein für nachhaltige Mobilität zu stärken.

Insgesamt 35 Städte und Gemeinden veranstalten im Norden des Landes einen autofreien Sonntag. Die Veranstaltung findet in Aarschot, Antwerpen, Asse, Beveren, Boortmeerbeek, De Pinte, Deinze, Dendermonde, Diest, Gent, Grobbendonk, Vorselaar, Haacht, Haaltert, Heist-op-den-Berg statt, Hove, Ichtegem, Ypern, Courtrai, Landen, Lier, Mechelen, Meise, Merelbeke, Oudenaarde, Roeselare, Rotselaar, Sint-Niklaas, Tienen, Tongeren, Turnhout, Veurne, Vilvoorde, Wevelgem und Zottegem. Es sei darauf hingewiesen, dass die Stadt Hasselt bereits einen autofreien Sonntag am 12. September veranstaltet hat.

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