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Fahndung nach Sexualstraftätern: Zennah ist Belgiens erster Sittenpolizei-Hund

Die Bundespolizei hat einen neuen Kollegen.  Zennah (Foto) ist ein belgischer Schäferhund und Belgiens erster Sittenpolizeihund.  Der Hund ist in der Lage, auch kleinste Spermaspuren aufzuspüren und wird die Beamten in Fällen von Exhibitionismus und Vergewaltigung unterstützen. Der Hund wird hoffentlich dazu beitragen, dass mehr Sexualstraftäter identifiziert und verfolgt werden können.

Der Hund der Sittenpolizei wird den Beamten bei der Lokalisierung von Tatorten helfen können.  Zennah kann ein ganzes Feld untersuchen und die genaue Stelle lokalisieren, an der ein Übergriff stattgefunden hat, wenn auch nur winzige Spermaspuren vorhanden sind.  Die Labortechniker werden dann versuchen, ein Präparat zu erhalten, das für die DNA-Identifizierung verwendet werden kann.

Mehr als 4.000 Sexualstraftaten werden jedes Jahr bei der belgischen Polizei gemeldet.  In einem von drei Fällen ist die Identität des Täters zunächst unbekannt.  Biologische Spuren, einschließlich Sperma, können bei der Identifizierung helfen.  Labortechniker haben oft Mühe, Spuren in der freien Natur zu sichern.  Im Freien leuchten alle biologischen Spuren, z. B. der Schleim einer Schnecke, unter Leuchtstoffröhrenlicht.  Hier soll sich der Spürhund der Sitte am besten bewähren, denn er kann Spermaspuren genau identifizieren.

Zennah ist eigentlich Holländerin und ein Geschenk der niederländischen Polizei.  Dort sind diese Polizeihunde bereits seit sechs Jahren im Einsatz.  Die Hundestaffel der Sitte besteht inzwischen aus acht Hunden.  In den vergangenen zwei Jahren waren sie an 181 Einsätzen beteiligt und haben 38 positive Identifizierungen vorgenommen.

Zennah ist inzwischen auch in den Techniken der belgischen Polizei voll ausgebildet und kann voll von ihrem Ausbilder eingesetzt werden.  Ihre Leistung wird ständig überwacht. Ein zweiter Diensthund, Nala, befindet sich bereits in der Ausbildung.   

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