Wolf verursacht Angstpsychose in der Bevölkerung: Behördensprecher erhält Morddrohungen

Die Anwesenheit von immer mehr wild lebenden Wölfen in unserem Land versetzt die Menschen in Aufregung, und manche verlieren anscheinend die Beherrschung. Jeroen Denaeghel, der Sprecher der flämischen Natur- und Forstbehörde, hat enthüllt, dass er in den sozialen Medien Morddrohungen erhalten hat.

Denaeghel, der die Politik seiner Behörde kommuniziert, sagte gegenüber VRT NWS, dies passiere nicht zum ersten Mal, aber die Häufung der Meldungen habe ihn zum Nachdenken gebracht.  Er kontaktierte sogar den Virologen Marc Van Ranst, der während der Pandemie ebenfalls Morddrohungen erhalten hatte, um seinen Rat einzuholen. Das Aussprechen von Morddrohungen in sozialen Medien ist eine Straftat. Denaeghel hat nun Anzeige bei den Justizbehörden erstattet.

"Ich bin lediglich ein Sprecher, der die Politik meines Arbeitgebers vermittelt.  Ich fühle mit den Landwirten, die durch die Wölfe zu Schaden kommen.  Die Vorstellung, dass mein Pony zu Tode gebissen werden könnte, erfüllt mich mit Angst.  Aber seit zwei Jahren raten wir den Menschen in den gefährdeten Gebieten, ihren Viehbestand zu schützen. Sie können sich an das Wolfszaun-Team Belgien wenden und sich beraten lassen.  Für Zäune, die Wölfe abschrecken, gibt es Zuschüsse."

Denaeghel stellt fest, dass die Wölfe die Menschen wirklich wütend machen: "Ich fürchte, dass derzeit eine Menge falscher Informationen die Runde machen.  Leider haben die Medien nicht immer eine vorbildliche Rolle gespielt.  Ich habe in den letzten Wochen in mehreren Zeitungen Schreckensszenarien gelesen: 'Wir dürfen nicht mehr raus', 'Was passiert, wenn mein Kind überfallen wird?' Das schürt eine Angstpsychose, und manche Menschen nutzen das, um falsche Informationen zu verbreiten".

"Das Verhalten eines jeden Tieres lässt sich biologisch erklären.  Es ist an der Zeit, dass wir nüchtern bleiben und die Fakten über den Wolf lesen."

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