Mieter, die ihre Sozialwohnung beschädigen, kommen in Flandern auf eine schwarze Liste

Mieter von Sozialwohnungen, die ihre Wohnung beschädigen, vernachlässigen oder Krawall machen, werden in Flandern ab 2023 auf eine schwarze Liste gesetzt. Wer auf dieser Liste landet, kann vorübergehend keine Sozialwohnung mehr mieten. Im vergangenen Jahr wurden mehrere hundert von insgesamt 170.000 Sozialwohnungsmietern aus ihren Wohnungen gesetzt. 

Die flämische Regierung hat grünes Licht für die Maßnahmen gegeben. Ab 2023 werden Mieter, die eine Belastung für die Nachbarschaft darstellen oder ihre Wohnung beschädigen oder vernachlässigen, nicht mehr die Möglichkeit bekommen, eine bezahlbare Wohnung bei einem sozialen Wohnungsbauunternehmen zu finden. "Wenn jemand eine Sozialwohnung zugewiesen bekommt, können wir erwarten, dass diese Person sie verantwortungsvoll nutzt", sagte der flämische Wohnungsbauminister Matthias Diependaele von der rechtskonservativen N-VA am VRT-Fernsehen. 

Bevor ein Mieter auf diese schwarze Liste gesetzt wird, muss er von einem Friedensrichter zur Räumung der Wohnung verurteilt werden. Danach gibt es eine dreijährige Sperrfrist, in der die Aufnahme in die Warteliste nicht möglich ist. 

Vermieter auf dem privaten Markt haben die Befürchtung geäußert, dass Mieter, die auf der schwarzen Liste stehen, an ihre Tür klopfen werden. Aber private Vermieter haben keinen Zugriff auf die schwarze Liste. 

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