Maskenpflicht für SchülerInnen und Lehrkräfte in der Sekundarstufe in Flandern verfällt ab 1. Oktober

Das Konzertierungskomitee für das Bildungswesen hat am Mittwochabend beschlossen, dass die Schüler und Lehrkräfte der Sekundarstufe in Flandern ab dem 1. Oktober keinen Mund- und Nasenschutz mehr tragen müssen. In den Grundschulen war die Maskenpflicht bereits aufgehoben worden. Im niederländischsprachigen Unterricht in der Region Brüssel-Hauptstadt bleibt die Mundschutzpflicht vorerst bestehen.

Die Beratungen zwischen dem flämischen Bildungsminister Ben Weyts (N-VA), den Gesundheitsexperten, den Schulträgern und Gewerkschaften über neue Lockerungen gestalteten sich schwierig.  

Obwohl die Maskenpflicht in Flandern im Vergleich zum letzten Schuljahr bereits erheblich gelockert wurde, war eine Maske noch Pflicht, wenn sich SchülerInnen und Lehrkräfte fortbewegen.  

Weil die Maskenpflicht in Flandern in vielen Bereichen ab Oktober abgeschafft wird (u. a. in den Geschäften), war diese Pflicht in den Sekundarschulen nicht mehr haltbar. Darüber hinaus ist die Durchimpfungsrate bei den SchülerInnen und Lehrkräften in Flandern sehr hoch. 

Im niederländischsprachigen Schulwesen in Brüssel wird die Maskenpflicht vorerst nicht abgeschafft. Sie gilt in der Hauptstadt-Region weiterhin für SchülerInnen ab der fünften Grundschulklasse). "Sowohl die Infektions- als auch die Impfrate weichen dort deutlich von den positiven Zahlen in Flandern ab”, erklärte Bildungsminister Ben Weyts. 

Experten und Gewerkschaften zögerlich

Die Gesundheitsexperten und Unterrichtsgewerkschaften reagieren verhalten auf die weiteren Lockerungen. Zu viele Lockerungen kann auch heißen, dass die Zügel wieder angespannt werden müssen, so die Befürchtungen der Gewerkschaften.  

"Es ist kein Geheimnis, dass wir für mehr Vorsicht plädiert haben", sagt Geert Molenberghs, Biostatistiker an der Universität Hasselt und der KULeuven, der als Experte am Tisch saß. "Es wäre schade, wenn wir in der nächsten Zeit feststellen, dass sich die Zahlen in die falsche Richtung entwickeln und wir dann drastische Maßnahmen ergreifen müssen. 

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