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Wieder Dutzende Produkte aus den Supermarktregalen entfernt

Belgische Supermärkte entfernen erneut Dutzende von Produkten aus ihren Regalen, weil diese Spuren von Ethylenoxid enthalten. Ethylenoxid wird manchmal verwendet, um Schimmel und Salmonellen zu verhindern, ist aber in der EU verboten. Im August hatte bereits die bisher größte Rückrufaktion in Belgien wegen Ethylenoxid in den Supermärkten stattgefunden.

Im August waren rund 200 Produkte betroffen. Nachdem die Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit (FAVV) die Liste ergänzt hat, werden jetzt Waren wie gekochter Schinken, Schnitzel Cordon Bleu, Wraps, Nudeln und Salatschüsseln zurückgerufen.  

Der einmalige Verzehr von Ethylenoxid soll kein Problem darstellen. Allerdings kann “der tägliche Verzehr großer Mengen die Gesundheit gefährden und sogar zu Krebs führen”, erklärt die Behörde. 

Im vergangenen August enthielten die meisten der betroffenen Produkte Sesam. Die neue Liste enthält Produkte mit Johannisbrotkernmehl. Dieser Zusatzstoff wird verwendet, um Nahrungsmitteln eine cremige Textur zu verleihen.  

Auch wenn Produkte nur eine geringe Spur von Ethylenoxid enthalten, müssen sie nach einer aktuellen EU-Verordnung aus dem Verkehr gezogen werden.

Die Supermarktkette Delhaize gab an, dass in einem normalen Jahr etwa 15 Produkte aus den Regalen entfernt werden müssen.  In diesem Jahr sind es bereits 50. Der Konkurrent Colruyt sprach von 7 Eigenmarkenprodukten und 12 nationalen Markenprodukten, die jetzt betroffen sind. 

Die Rückrufaktion wird die Lebensmittelhersteller Millionen kosten. Sowohl Kunden als auch Verbraucher müssen entschädigt werden. Betroffene Produkte müssen auf nachhaltige Weise vernichtet werden.  Die Versicherung wird einen Teil der Kosten übernehmen, aber es werden auf jeden Fall Lebensmittel verloren gehen. 

Informationen über die betroffenen Produkte werden auf der Website der Behörde veröffentlicht.

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