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3000 Menschen beim Fackelzug gegen den Wolf: “Schönes Tier, gehört aber nicht hierher”

In Meeuwen in der Provinz Limburg haben rund 3.000 Menschen an einem Fackelzug gegen den Wolf teilgenommen, der seit einiger Zeit zurück ist. Die Leute haben Angst, heißt es: Der Wolf sei zwar ein schönes Tier, gehöre aber nicht in diese Gegend. 

Die Initiative für den Fackelzug hat der junge Landwirt Jef Housen genommen. Er will, dass die flämische Regierung Maßnahmen gegen die Anwesenheit der Wölfe ergreift. 

Seinem Aufruf sind rund 3000 BürgerInnen aus der Umgebung gefolgt. Landwirte, lokale Vereine, Aktionsgruppen, Familien und sogar der Bürgermeister marschieren mit. Alle wollen ihre Besorgnis und ihre Angst vor dem Wolf zum Ausdruck bringen. Sie sind der Meinung, dass die flämische Politik sich der wachsenden Angst bewusst werden muss. 

Der Fackelzug führt unter anderem entlang der Weide, wo vor etwa 10 Tagen zwei Ponys von einem Wolfsrudel gerissen wurden. 

Auch eine Kuh, zwei Rinder, ein Dammhirsch und andere Nutztiere lagen tot gebissen auf der Weide, seitdem sich ein Wolfsrudel im Norden Limburgs niedergelassen hat. Hier befürchten die Menschen inzwischen, dass es nicht bei der Tötung von Tieren bleibt, sondern dass der Wolf auch den Menschen ins Visier nehmen wird. 

Die Fackelzugteilnehmer möchten die Wölfe lieber wieder loswerden. Der Wolf sei zwar ein schönes Tier, aber in einer solch dicht besiedelten Gegend nicht erwünscht. "Bringt sie einfach in ein Naturreservat, wo sie niemandem schaden". An dem Marsch nahm auch ein Schafshirt mit seinen 300 Schafen teil: "Haben andere Tiere denn keine Rechte?", fragten die Demonstranten. 

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