Flämische Regierung einigt sich auf einen Haushalt für 2022

Am Freitagabend haben sich die Minister der flämischen Regierung auf einen neuen Haushalt für das kommende Jahr geeinigt. Die Einzelheiten des Haushaltsplans werden erst am Montag bekannt gegeben. Ersten Berichten zufolge sollen die Dienstleistungsschecks aber nicht teurer werden und der so genannte "Jobbonus" erhalten bleiben. 

Im Vorfeld hatte es geheißen, dass die Dienstleistungsschecks, mit denen beispielsweise die Putzfrau bezahlt wird, teurer werden sollten. Der Preis eines Dienstleistungsschecks für den Verbraucher liegt, seit 2014 bereits, bei 9 Euro. Eine Erhöhung soll aber nicht in Frage kommen, wie inoffizielle Quellen berichten.

Der “Jobbonus”, eine Steuervergünstigung in Höhe von 50 Euro pro Monat für die niedrigsten Löhne, soll ebenfalls beibehalten werden.  

Der flämische Ministerpräsidenten Jan Jambon von der rechtskonservativen N-VA-Partei sagte, das Haushaltsdefizit falle geringer aus als erwartet: “nur” 1,8 Milliarden Euro statt 2 Milliarden.

Insbesondere die hohe Inflationsrate wirkt sich zugunsten der Regierung aus. Die Partei des Ministerpräsidenten hatte sich zu Beginn der Haushaltsdiskussion zum Ziel gesetzt, das Defizit bis 2024 zu halbieren.  

Einzelheiten zum Haushaltsplan werden erst am Montag bekanntgegeben, wenn der flämische Ministerpräsident seine September-Erklärung im Parlament vorliest. 

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