©2021 Frederik Beyens

Verschollen geglaubte Rubens-Zeichnung taucht nach Jahrhunderten wieder auf

Die flämische Regierung hat eine verschollen geglaubte Originalzeichnung des flämischen Meisters Peter Paul Rubens erworben. Die Zeichnung wurde als flämisches Spitzenkunstwerk anerkannt. 

Der Barockkünstler Peter Paul Rubens fertigte die Zeichnung Anfang des 17. Jahrhunderts für die bekannte Buchverlegerfamilie Moretus an. Sie wurde später als gedruckte Illustration in einem Physikbuch über Optik verwendet, verschwand aber später.

Man glaubte sogar, dass sie nicht mehr existierte, aber sie befand sich die ganze Zeit über in einer Privatsammlung. "Es ist sehr außergewöhnlich, dass ein verloren geglaubtes Werk wieder auftaucht", sagt Iris Kockelbergh vom Plantin Moretus Museum.      

Die Flämische Regierung hat das Originalwerk für 307.400 Euro erworben. Es wird als flämisches Spitzenwerk anerkannt und im Antwerpener Plantin-Moretus-Museum ausgestellt werden. Die Zeichnung zeigt einen knienden Wissenschaftler, der eine Armillarsphäre (ein astronomisches Gerät zur Darstellung der Bewegung von Himmelskörpern. Es wurde im Mittelalter von arabischen Astronomen nach antiken Vorbildern gebaut und für viele Zwecke verwendet) trägt, die von einem Puttenengel mit einer Fackel beleuchtet wird. Das Schmuckstück kann bis Ende Oktober im Museum bewundert werden.

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