Corona und Wirtschaft: Nur 6 % der belgischen Unternehmer zahlen Homeoffice-Vergütungen

Im Zuge der Coronakrise, die ja auch eine Wirtschaftskrise ist, haben nur etwa 6 % der Arbeitgeber in Belgien ihrem zu Hause arbeitenden Personal eine entsprechende Vergütung gezahlt. Dies fand der Personaldienstleichter Securex heraus. Die, die sehr wohl eine solche Prämie zusätzlich zum Gehalt zahlten, überwiesen selten mehr als 144 € pro Monat.

Arbeitgeber in Belgien können seit Beginn der Coronakrise ihren Beschäftigten eine Homeoffice-Vergütung zahlen. Diese Vergütung ist steuerfrei und der maximale zu zahlende Betrag belief sich anfangs aus 129,48 € um ab dem dritten Quartal 2021 auf 144,31 € erhöht zu werden.

Arbeitnehmer können dies in Anspruch nehmen, wenn sie durchschnittlich mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus arbeiten. Die Vergütung dient dazu, Bürokosten zu decken oder einen höheren Energie- und Wasserverbrauch zu kompensieren.

Nur wenige gewähren Prämien oder Vergütungen

Doch aus Zahlen des HR-Dienstleisters Securex ist ersichtlich, dass nur 6 % der hiesigen Arbeitgeber ihrem Personal diese Vergütung auch tatsächlich gewähren. Aber, dies ist auch keine Verpflichtung. Nur 5 % der Unternehmen zahlen überdies den Maximalbetrag oder mehr. Laut Securex wird meistens ein Durchschnittsbetrag von rund 78 € zusätzlich zum Gehalt überwiesen.

Materielle Kompensierung

In manchen Fällen kompensieren die Unternehmen Homeoffice aber auch über das Zurverfügungstellen von Arbeitsmaterial: Laptops, Mobiltelefone, Headsets für Zoomsitzungen und -gespräche oder auch Internetabonnements. Dann kann es allerdings ebenfalls so sein, dass die Prämien eher gering oder ganz ausfallen.

Der HR-Dienstleister stellt auch fest, dass nicht viele Arbeitgeber registrieren, wer von ihren Mitarbeitern wann im Büro arbeitet oder von zu Hause aus. Und deshalb ist es auch oft so, dass Homeoffice-Tage nur dann registriert werden, wenn damit Mittel eingespart werden können. Dann kann man nämlich Pendler-Vergütungen sparen… 

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