Hochgeschwindigkeitszüge: Der Name Thalys wird nach der Fusion mit Eurostar verschwinden

Eurostar und Thalys haben ihre Fusionspläne wieder aufgegriffen, die durch die Coronakrise eine Zeit lang eingeschlafen waren. Das Projekt bekommt den Namen „Green Speed“, doch das 5 Länder verbindende Bahnunternehmen wird mittelfristig Eurostar heißen. Das bedeutet, dass der Markenname Thalys nach und nach verschwinden wird.

Das „Green Speed“-Projekt wird dafür sorgen, dass zum ersten Mal eine einzige europäische Hochgeschwindigkeits-Eisenbahngesellschaft 5 Länder mit einander verbindet: Belgien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland und die Niederlande. Die das Unternehmen gründenden Operatoren Eurostar und Thalys werden in einer neuen Holding aufgehen, deren Sitz die belgische Hauptstadt Brüssel wird. 

Innerhalb der nächsten 2 bis 3 Jahre heißt es, wird Thalys verschwunden sein und Eurostar wird der einzige Markenname für dieses europäische Bahnunternehmen.

Thalys-Sprecher Matthias Baertsoen sagte dazu, dass das Projekt weiter wachsen werde: „Das ist und bleibt für uns ein Wachstumsprojekt, um gemeinsam die Entwicklung des Hochgeschwindigkeitsnetzes in Europa zu fördern. Mit diesem Projekt können wir Geschichte schreiben.“

2019 wurden die entsprechenden Fusionspläne zum ersten Mal an die Öffentlichkeit gebracht, doch die Verhandlungen verliefen nicht zuletzt durch Corona, wobei auch der internationale Bahnverkehr mit ungeahnten Problemen zu kämpfen hatte, eher langsam. Doch jetzt nimmt das Ganze wieder Fahrt auf. Dieses Projekt sei zu keiner Zeit in Frage gestellt worden, hieß es weiter dazu.

Das Projekt wird 2022 den Wettbewerbsbehörden der EU-Kommission vorgelegt. Die französische Bahngesellschaft SNCF wird einen Mehrheitsanteil von 55,75 % haben und die belgische Bahngesellschaft behält 18,5 % der Aktien. 

Andreas Kockartz/VRT

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