Höhere Energiepreise steigern das Interesse an Holzöfen - Flanderns Umweltbehörde ist besorgt

Die aktuell stetig steigenden Energiepreise, vor allem bei Heizstoffen, wie Gas und Öl, sorgen dafür, dass sich auch im belgischen Bundesland Flandern viele Haushalte für einen Holzofen als Alternative entscheiden. Doch die Umweltbehörden in Flandern machen sich dazu große Sorgen, denn: „Holzöfen sind sehr umweltschädlich. Wir raten hiervon ab. Doch die Leute sollen natürlich nicht kalt bekommen.“ 

Holzöfen und Kamine, die mit Holz befeuert werden, sorgen für eine Verunreinigung der Luft durch die Schadstoffe, die beim Verbrennen freigesetzt werden. Hier fällt vor allem Feinstaub an, wie Katrien Smet, Sprecherin der Flämischen Umweltgesellschaft (VMM)  gegenüber der Nachrichtenagentur Belga dazu sagte: „Das Verbrennen von trockenem und unbehandeltem Holz bringt viel Luftverschmutzung mit sich. Beim verbrennen von behandeltem Holz können zudem giftige Stoffe freiwerden.“

Nach Analyse der VMM sind auch die heutigen modernen Holzöfen nicht besser: „Auch diese sind sehr umweltschädlich.“ Die Behörde hat aber durchaus Verständnis für die Bürger, die auf einen solchen Ofen zurückgreifen, wenn sie sich die immer teurer werdenden Energierechnungen auf Dauer nicht mehr leisten können: „Die Menschen sollen natürlich nicht in der Kälte sitzen.“ Wer aber seine Rechnungen bezahlen kann, dem rät die Behörde, auf solche Holzöfen aus Umwelt- und Klimaschutzgründen zu verzichten.

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