Belgiens Energiewachhund stellt die Frage, ob nicht einige Stromproduzenten von der Energiekrise profitieren

CREG, der Energiewachhund der belgischen Behörden, stellt in einer neuen Studie die Frage, ob nicht einige Unternehmen in unserem Land von den derzeit hohen Energiepreisen an den Weltmärkten profitieren. Einige Stromproduzenten rechnen offenbar höhere Tarife an, obschon deren Kosten gar nicht steigen. Das betrifft sowohl die längst abgeschriebenen Kernkraftwerke, als auch die Offshore-Windkraftanlagen auf hoher See.

Die Windparks erhalten zudem Zuschüsse. Einige der Betreiber von solchen Anlagen erhalten weniger Subsidien, je mehr Elektrizität sie verkaufen, andere wiederum bleiben in Sachen Zuschüsse auf etwa gleichem Niveau und doch rechnen sie bei den Verbrauchern höhere Tarife an.

CREG beobachtet diese Preisentwicklung genau und geht der Frage nach, ob die Atomkraftwerke und die Windparkbetreiber auf hoher See aktuell hohe Gewinne aufgrund der hohen Energiepreise einfahren. Der belgische Energieregulator geht damit den gleichen Weg, wie andere Länder in Europa auch.

Ziel ist, diese Gewinne mit den Zuschüssen zu verrechnen, um diese Mittel verwenden zu können, um die Stromrechnung für die Verbraucher zu senken, wie CREG-Direktor Laurent Jacquet gegenüber VRT NWS angibt: „Länder wie Deutschland und Spanien wollen die Zuschüsse für erneuerbare Energien zurückschrauben, um die Stromrechnungen der Verbraucher zu senken. Ob Belgien auch so vorgehen wird, bleibt abzuwarten. Wir jedenfalls stellen diese Frage.“  

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