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Rechnung für Gas und Strom bei variablen Verträgen 700 € pro Jahr teurer

Der Energiewachhund der belgischen Behörden, CREG, hat errechnet, dass Verbraucher und Haushalte, die mit ihren Energielieferanten variable Verträge abgeschlossen haben, von enormen Anstiegen ihrer Rechnungen ausgehen müssen. Von bis zu Mehrkosten um 700 € im Vergleich zum vergangenen Jahr ist hier die Rede.

Der CREG errechnete zudem, dass Familien mit festen Verträgen, die jetzt auslaufen, mit höheren Pauschalbeträgen in den neuen Abmachungen rechnen müssen. Vor allem bei Erdgas steigen die Preise deutlich, was an den extrem steigenden Preisen an den Weltmärkten liegt. Etwa ein Drittel aller Haushalte in Belgien hat variable Verträge mit den Gas- und Stromproduzenten abgeschlossen.

Neben CREG warnt auch der belgische Verbraucherschutzverband Test Aankoop/Test Achats vor dieser Entwicklung. Doch hier richtet sich die Kritik nicht nur an die Energieproduzenten: „Zwischen 2007 und 2020 ist die Stromrechnung in Belgien um nicht weniger als 56 % gestiegen. Die hauptsächlichen Gründe? Steuern, Abgaben und öffentliche Dienstleistungen, die stillschweigend hinzugefügt wurden.“

Damit weisen die Verbraucherschützer in Richtung der Vertriebskosten, die die Netzbetreiber über die Strom- und Gasrechnungen einstreichen. Zudem fordert Text Aankoop, dass es zu ausgeglicheneren Verteilungen solcher Unkosten kommt: „Während die kleinen Haushalte hohe Rechnungen bezahlen müssen, werden den Großverbrauchern zum Teil exorbitante Nachlässe gewährt. Etwas mehr Ausgleich könnte beim Sparen helfen und Mittel freimachen, damit ärmere Familien ihren Verbrauch einfacher finanzieren könnten.“ 

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