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Belgien unterstützt ein Verbot des chemischen Stoffes PFAS auf europäischer Ebene

Belgien hat am Donnerstag im Europäischen Rat das Verbot des chemischen Stoffes PFAS auf EU-Ebene unterstützt. Dies ist eine Bezeichnung für chemische Produkte bzw. Kunststoffe, die sich in der Natur nicht auflösen und deshalb auch „forever chemicals“ genannt werden. Zu dem PFAS-Stoffen gehört auch PFOS, das rund um das Chemiewerk von 3M in Zwijndrecht bei Antwerpen (Foto) für einen Umweltskandal sorgte.

Die regionale wallonische Umweltministerin Céline Tellier (Ecolo) hatte Belgien bei einem entsprechenden Treffen in Luxemburg vertreten. Sie plädierte dort für eine Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedsstaaten rund um Fälle von historischen PFAS-Verseuchungen und die Entwicklung einer dahingehenden europäischen Expertise.

Tellier gab auch zu verstehen, dass Belgien dazu bereit sei, ein quasi Totalverbot von PFAS zu unterstützen. Einige spezifische PFAS-Stoffe sind schon jetzt verboten, doch es handelt sich hier um ein sehr großes Spektrum mit tausenden Varianten.

Belgien will in diesem Zusammenhang alle nicht-essentiellen Verwendungen von PFAS verbieten. Nur dort, wo solche chemischen Stoffe für die Gesellschaft unerlässlich sind und dort, wo es keine Alternativen zu PFAS gibt, soll die Nutzung noch erlaubt werden.

Neben Belgien unterstützen auch Luxemburg, Dänemark, Schweden, Österreich, Frankreich, die Niederlande und Finnland diesen Vorschlag. 

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