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Entwarnung in Waregem und Kortrijk: Mutmaßlich bewaffnete Person festgenommen

In Kortrijk in der Provinz Westflandern ist am Donnerstag der Campus der Vives-Hochschule evakuiert worden. Die Polizei durchsuchte das Gelände und die 8 zu der Hochschule gehörenden Gebäude, nach dem ein bewaffneter junger Mann gemeldet wurde. Die Polizei kannte die Identität des Mannes, wollte diese jedoch aus ermittlungstechnischen Gründen vorerst nicht freigeben. Am Nachmittag wurden zudem die Schulen und einige behördliche Einrichtungen im nahegelegenen Waregem evakuiert oder in Lockdown versetzt, denn der Verdächtige hatte sich offensichtlich dorthin begeben. Jetzt teilte die Polizei mit, dass die Person gefasst sei.

Die Polizei schien am Nachmittag Erkenntnisse dafür zu haben, dass sich der bewaffnete Mann von Kortrijk aus nach Waregem begeben hatte. Dort wurden vorsorglich alle Schulen geschlossen. Die Schulkinder durften die Schulen nicht verlassen. Zudem wurden auch das Gemeindehaus von Waregem und das Öffentliche Sozialhilfezentrum in Lockdown versetzt. Im Laufe des späteren Nachmittags wurde in Waregem ein Teil des Zentrums in Alarmbereitschaft versetzt. Rund und 12.000 Menschen durften ihre Häuser und Wohnungen nicht verlassen. 

Doch kurz nach 18 Uhr haben Polizisten der Lokal- und der Bundespolizei den Verdächtigen festnehmen können, wie unsere Redaktion VRT NWS aus verschiedenen Quellen vernehmen konnte. Die Stadt Waregem ließ wissen, dass alle Personen, die zu Hause bleiben mussten ihre Wohnungen und Häuser wieder verlassen dürfen und dass auch alle Schulkinder nach Hause gehen können. Letztendlich wurde der mutmaßlich bewaffnete junge Mann in Avelgem bei Waregem festgenommen. 

Wie alles begann

Am frühen Donnerstagvormittag hatte sich ein Student der Hochschule bei der Polizei gemeldet und mitgeteilt, dass er im Bus auf dem Weg zu dem Institut mit einem Mann gesprochen habe, der offenbar eine Waffe bei sich hatte und der andeutete, ebenfalls auf dem Weg nach Vives sei. Daraufhin hatte sich die Polizei zu der Hochschule begeben. Darunter waren schwer bewaffnete Polizisten einer Sondereinheit. Bis zum Nachmittag hatte die Polizei den Gesuchten noch nicht entdeckt, doch sie kennt die Identität des Verdächtigen.

Die Direktion von Vives, wo etwa 4.000 Studierende gemeldet sind, meldete am Donnerstagmittag, dass alle Personen – Studierende, Dozenten und Hochschulpersonal – in Sicherheit seien. Vives hatte alle Betroffenen über die sozialen Netzwerke vor der möglichen Gefahr gewarnt. Die Hochschule hatte die Studierenden dazu aufgerufen, sich bei ihren Eltern und Familien zu melden, um mitzuteilen, dass sie sich keine Sorgen machen müssten.

Medien berichteten Details zu der Person, was die Polizei aber nicht bestätigen wollte. Nebenbei machten einmal mehr Bilder und Gerüchte in den sozialen Medien die Runde, zu denen die Hochschule und die Polizei mitteilte, dass daran nichts sei.  Im Laufe des Nachmittags wurde dann bekannt, dass der Verdächtige offenbar Kortrijk in Richtung Waregem verlassen hat und dort wurde dann der ganze Innenstadtbereich in Lockdown versetzt. 

Der Vives-Campus in Kortrijk am Donnerstagvormittag
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