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Haftbefehl gegen jungen Mann, der Hochschule mit Waffe aufsuchte - Großfahndung hätte vermieden werden können

Der junge Mann, der am Donnerstag mit einem Luftdruckgewehr eine Hochschule in Kortrijk aufsuchte und danach ebenfalls Waregem unsicher machte, ist in Haft genommen worden. Das hat die Staatsanwaltschaft am Samstag mitgeteilt. Ein Psychiater und ein Psychologe wurden mit der Untersuchung seines Geisteszustandes beauftragt. 

Die Fahndung nach dem 18-Jährigen, der polizeibekannt war, führte zunächst zur Schließung der Hochschule in Kortrijk, aber auch zur Schließung von Schulen und Einrichtungen in Waregem. Niemand durfte die Gebäude verlassen. Das Stadtzentrum von Waregem war in Alarmbereitschaft  versetzt worden.  

Der Verdächtige wurde schließlich am Donnerstagabend gegen 18.00 Uhr in Avelgem festgenommen. Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung war er im Besitz einer Airsoft-Waffe, einer perfekten Nachbildung einer echten Waffe. 

Niemand hat die Polizei verständigt

Der junge Mann erschien am Samstagmorgen vor dem Untersuchungsrichter, der einen Haftbefehl gegen ihn erließ. 

Die Staatsanwaltschaft konnte inzwischen bestätigen, dass der Verdächtige an diesem Tag Kontakt zu mehreren Personen hatte, die ihn kannten. "Jeder wusste, dass dieser Junge gesucht wurde, aber niemand, mit dem er sprach, rief die Polizei. Diese Großfahndung hätte vermieden werden können", kommentierte Tom Janssens von der Staatsanwaltschaft Westflandern, Abteilung Kortrijk. 

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