Offiziell: Ab dem 15. Oktober ist der Gesundheitspass Pflicht, um Brüsseler Cafés zu besuchen

Das Brüsseler Parlament hat am Freitag die Erweiterung des Covid-Safe-Tickets (CST) in der Region Brüssel für einen Zeitraum von drei Monaten genehmigt. Die Verpflichtung tritt am 15. Oktober in Kraft und betrifft verschiedene Sektoren, darunter Hotels und Restaurants, Nachtclubs und Fitnesszentren. Die Corona-Pass-Pflicht gilt für alle Bürger über 16 Jahren. 

Die Vorlage eines Covid-Safe-Tickets war bisher nur bei der Organisation von Massenveranstaltungen (ab 1.500 Personen im Freien) verpflichtet gewesen. Die Erweiterung auf andere Sektoren und Aktivitäten gilt für einen Zeitraum von drei Monaten, sofern sich die gesundheitliche Situation in der Zwischenzeit nicht wesentlich verbessert.

Wo und für wen?

Die Verpflichtung gilt für alle Personen ab 16 Jahren, die ein Hotel, Restaurant oder eine Kneipe (außer im Freien) besuchen möchten, die in Diskotheken und in Sport- und Fitnessclubs (außerhalb des schulischen Rahmens) zugelassen werden wollen, die auf Messen und Kongressen zu tun haben oder auch Kultur-, Fest- und Freizeitveranstaltungen sowie Einrichtungen für schutzbedürftige Personen besuchen wollen. 

In Krankenhäusern und Pflegeheimen wird der Corona-Pass wohl schon ab 12 Jahren verlangt.

Kontrollen und Sanktionen

Die Kontrollen werden von Personen durchgeführt, die im Voraus zu diesem Zweck benannt wurden. Sie dürfen den Personalausweis nur verlangen, um zu überprüfen, ob es sich um die Person handelt, deren Name bei dem QR-Code auf dem Corona-Pass steht.    

Die Bußgelder können zwischen 50 und 500 Euro für Besucher und zwischen 50 und 2.500 Euro für Veranstalter liegen. Die Bürgermeister können auch die Schließung einer Einrichtung für höchstens drei Monate oder die sofortige Beendigung der Veranstaltung anordnen. Die Kontrollen werden von der Polizei durchgeführt. 

Ausnahmen

  • In Seniorenheimen müssen Besucher ab 12 Jahren ihren Corona-Pass vorlegen. Ausnahmen gelten jedoch für Auszubildendes Pflegepersonal, für Besucher von Bewohnern, die im Sterben liegen oder Palliativpflege erhalte, für externe Gesundheitsfachkräfte, Lieferanten, Techniker und Personen, die nicht mit Bewohnern in Kontakt kommen, sowie im Falle von Notfalleinsätzen.    
  • In Krankenhäusern sind nur Besucher von stationären Patienten verpflichtet, den Corona-Pass zu zeigen, nicht aber Personen, die zur Beratung oder Pflege kommen. Selbstverständlich bleibt die Maskenpflicht aufrechterhalten.  
  • Im Hotel- und Gaststättengewerbe darf der Corona-Pass nur Indoor und nicht Outdoor verlangt werden. Allerdings müssen auf den Terrassen die derzeit geltenden Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden (Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Tischen; maximal 8 Personen an einem Tisch; Bedienung am Tisch).

    Universitäts-, Schul- und Betriebskantinen sind nicht von der Corona-Pass-Pflicht in der Region Brüssel betroffen.  
  • Rein private Veranstaltungen, bei denen die für Massenveranstaltungen geltenden Einschränkungen (50 Personen in geschlossenen Räumen, 200 im Freien) eingehalten werden, sind davon nicht betroffen. Wie in Diskotheken und Tanzlokalen muss das Personal, das von der CST-Pflicht ausgenommen ist, Masken tragen. 
  • Schulgruppen, einschließlich der Aufsichtspersonen, sind ausgenommen, sofern sie im Rahmen einer Schulveranstaltung anwesend sind und die bei der Veranstaltung geltenden Schutzvorschriften nicht verletzt werden. 

"FAQ" für alles, was Sie wissen müssen

Mit dem Inkrafttreten des CST werden FAQs für die breite Öffentlichkeit, aber auch für die verschiedenen betroffenen Sektoren auf der Website corona.brussels und für die einzelnen Sektoren über die zentrale Anlaufstelle 1819 für Unternehmen bereitgestellt.  

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