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Aufruf an die jugendlichen Klimaaktivisten: "Bitte nicht mehr die Schule schwänzen"

Am Rande der Klima-Demonstration am vergangenen Sonntag in Brüssel sagte Anuna De Wever, eine der führenden Klimaaktivistinnen in Belgien, dass sie bald wieder zu Aktionen aufrufen werde, bei denen zum Schule schwänzen aufgerufen werde. Flanderns Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA) hält davon nicht besonders viel. Inzwischen bekommen Belgiens grüne Parteien Schwierigkeiten mit Umwelt- und Klimaschützern. 

Ab der kommenden Woche will Anuna De Wever wieder an Freitagen zum „Schule schwänzen für das Klima“ aufrufen und an diesen Tagen Klimaaktionen mit den Jugendlichen durchführen, so, wie dies vor der Coronakrise mit ihren Lockdowns der Fall war.

Flanderns Bildungsminister Weyts hält dies für eine schlechte Idee. Er führt unter anderem als Begründung an, dass gerade die Coronakrise in vielen Fällen zu einem Lernrückstand geführt hätte, der für nicht wenige Schulkinder bis heute zu negativen Folgen geführt habe. Dies solle man durch Klimaaktionen nicht noch weiter verschärfen.

Weyts sagte aber auch, dass die Schulkinder von heute die Ingenieure und Wissenschaftler von morgen seien und damit Menschen, die auch in Zukunft im Sinne des Klimaschutzes tätig werden würden… 

Inzwischen bei den Grünen

Am Tag nach dem Klimamarsch von Brüssel haben Umweltaktivisten der Bewegung „Tegengas“ („Gegengas“) einige Stunden lang den gemeinsamen Sitz der beiden grünen Parteien in Belgien Groen und Ecolo in der Van Orleystraat in Brüssel besetzt. Mit dieser Aktion wollen sie gegen das Vorhaben protestieren, dass Gaskraftwerke übergangsweise Elektrizität im Zuge des Atomausstiegs produzieren sollen.

Am 15. Oktober beginnt die Versteigerung der Aufträge bzw. für die Zuschüsse aus der Staatskasse für solche Kraftwerke, die Klimaschutz-Ministerin Zakia Khattabi (Ecolo) und Energieministerin Tinne Van der Straeten (Ecolo) unterstützen. Zudem fordert „Tegengas“ von den beiden Ministerinnen, dass sie am Atomausstieg bis 2025 festhalten müssen. Mit fossilen Brennstoffen Kernkraftwerke ersetzen, halten die Klimaschützer für einen Widerspruch. 

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