Steigende Kosten für Energie, Rohstoffe und Arbeit sorgen auch für einen höheren Brotpreis

Bei vielen selbständigen Bäckern auch in Flandern sind die Preise für Brot in den vergangenen Wochen etwas gestiegen. Der flämische Bäckereiverband „Bakkers Vlaanderen“ führt dies u.a. auf schlechte Ernten und auf steigende Unkosten zurück.

In Belgien ist der festgelegte Brotpreis bereits 2004 abgeschafft worden. Die Bäcker legen ihre Preise seit dem selber fest. Sie sprechen auch untereinander kaum bis nie ihre Preise für ihre Artikel ab. Aber, viele beobachten die Preisentwicklungen in ihrer Umgebung oder in ihrem Einzugsgebiet sehr genau, wie Bruno Kuylen von „Bakkers Vlaanderen“ gegenüber dem VRT-Sender Radio 2 angibt: „Wenn ein Bäcker seine Preise anhebt, dann folgen die anderen meistens auch. Auf diese Art und Weise fallen die Konkurrenzprobleme meistens weg.“

Doch der flämische Bäckereiverband berechnet jedes Jahr einen Referenz-Verkaufspreis: „Diesen basieren wir meistens über die durchschnittlichen Preise für Rohstoffe, Energie und sonstige anfallende Kosten. Anfang dieses Jahres lag diese Preisempfehlung bei 2,39 bis 2,40 €.“

Die aktuellen Preisanstiege bei den Bäckern (nicht nur in Flandern) finden in 3 Faktoren eine Erklärung, so Verbandsmitglied Kuylen: „Die Mühlen haben wissen lassen, dass ihre Rohstoffe durch den nassen Sommer teurer geworden sind. Wie fast jeder heute wohl weiß, steigen die Energiepreise gerade noch immer. Darüber hinaus haben die Bäcker auch mit steigenden Personalkosten zu tun.“ Das alles sorgt dafür, dass die Bäcker gerade etwas mehr für ein Brot verlangen.“ 

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