Laden Video-Player ...

Belgien führt eine Abgabe für Kurzstreckenflüge unter 500 km ein

„Einchecksteuer“, so wird die neue Abgabe auf Kurzstreckenflüge genannt, die der neue Haushalt der belgischen Regierung für 2022 vorsieht. Wie hoch diese Steuer sein wird, ist noch unklar, doch es zirkulieren Beträge von zwischen 2 und 20 € pro Flugticket. Ziel ist, Kunden für Kurzstreckenflüge auf die Schnellzüge der Bahn umsteigen zu lassen und diese Maßnahme findet im Rahmen der Anstrengungen, den Schadstoffausstoß zu verringern.

In einigen anderen Ländern in Europa, z.B. in Deutschland und in den Niederlanden, gibt es eine solche Angabe aus Klimaschutzgründen bereits. In Belgien soll diese Maßnahme jährlich bis zu 30 Mio. € einbringen, Geld, dass im belgischen Staatshaushalt für Maßnahmen gegen den Klimawandel investiert werden soll.

Benjamin Clarysse vom flämischen Umweltverband BBL findet, dass das Gleichgewicht zwischen einer solchen Angabe und den weiter fließenden Zuschüssen für die Fluggesellschaften noch zu groß ist: „Das sorgt zwar ein kleines Stück weit für ein Ausgleichen des Ungleichgewichts zwischen Fliegen und den Zug nehmen auf kurzen Distanzen, doch wir sehen, dass die Bundesregierung mit 30 Mio. € Einnahmen rechnet pro Jahr. Aber, man muss auch damit Rechnung tragen, dass sie gleichzeitig pro Jahr noch 446 Mio. € an Mehrwerteteuer-Ermäßigungen auf Flugtickets gewährt. Also stellt dies noch immer ein ungleiches Spiel dar.“ 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten