Bahnhof Ostende

Belgische Bahn: Ostende ohne Züge - Lockerungen der Coronaregeln im Zug

Die Stadt Ostende ist sauer auf die belgische Bahn. Infrabel, der Infrastrukturdienstleister der Bahngesellschaft NMBS/SNCB, wird während der Herbstferien zu Allerheiligen (1. bis 6. November) Arbeiten an den Gleisen in Richtung Ostende durchführen. Das bedeutet, dass die Züge in Brügge enden und dass die Fahrgäste mit Bussen zu ihrem Ziel gebracht werden. Inzwischen hat die Bahn auch ihre Coronaregel etwas gelockert.

Die Hafen- und Küstenstadt Ostende hält die Gleisbauarbeiten von Infrabel gerade während den Herbstferien für besonders schlecht getimt. Die Badestadt befürchtet, dass viele Touristen, die normalerweise mit dem Zug zu Tagesausflügen anreisen, Ostende links liegen lassen.

Gerade habe man die Coronakrise halbwegs überstanden, so die Verantwortlichen für Tourismus und Gastronomie in Ostende, und jetzt werde man wieder negativ überrascht. Bürgermeister Bart Tommelein (Open VLD) sagte dazu, dass dies nicht das erste Mal sei, dass Infrabel Entscheidungen ohne Absprache mit den Betroffenen treffe: „Scheinbar sind der Berufsverkehr und andere Momente wichtiger als Touristen, die nach Ostende kommen. Das ist natürlich etwas, was wir von Infrabel gewohnt sind. Womit ragen sie Rechnung? Auf jeden Fall nicht mit den Belangen von Ostende. Das ist deutlich.“

Infrabel gibt dazu zu verstehen, dass diese Arbeiten schon vor Jahren mit der Bahnholding NMBS/SNCB abgesprochen seien und im September habe es eine Versammlung dazu gegeben, an der auch die Stadt Ostende beteiligt gewesen sei. Die Bahn sieht jedenfalls für die Dauer der Arbeiten Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Brügge und Ostende vor. 

Lockerungen der Coronaregeln bei der Bahn

Laut einer Meldung der frankophonen Tageszeitung La Meuse hat die belgische Bahn bereits am 1. Oktober ihre Coronaregelungen etwas gelockert. Das betrifft vor allem das Tragen von Mundmasken. Demnach dürfen die Fahrgäste in den Zügen ihre Masken zum Essen und zum Trinken abnehmen, was lange verboten war.

Auch auf den Bahnsteigen muss die Maske nicht mehr unbedingt getragen werden. Das ist der Fall bei offenen Bahnsteigen. In Bahnsteighallen und innerhalb der Bahnhofsgebäude hingegen gilt weiter Maskenpflicht.

Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht muss ein Bußgeld von 250 € bezahlt werden. In solchen Fällen müssen die Schaffner oder Bahnmitarbeiter in den Stationen die Kollegen des Sicherheitsdienstes Securail rufen, die hier Polizeigewalt haben.  

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