Nicolas Maeterlinck

Die belgische Bundesregierung will mehr Strom aus Windparks in der Nordsee holen

Die belgischen Offshore-Windkraftanlagen in der Nordsee solle, bis 2030 dreimal mehr Strom produzieren, als heute. Dies hat der Ministerrat der Bundesregierung beschlossen. Ein Teil dieser zusätzlichen Kapazität soll aus der Erweiterung der sogenannten „Prinzessin Elisabeth-Zone“ kommen. Das ist der zweite belgische Windpark vor der hiesigen Nordseeküste.

Mit größeren und kräftigeren Windrädern soll die heutige Elektrizitätsproduktion in der Nordsee deutlich gesteigert werden, wie Bundesenergieministerin Tinne Van der Straeten (Groen) dazu mitteilt. Insgesamt soll langfristig rund ein Viertel der gesamten Stromproduktion in Belgien auf hoher See produziert werden - 5,8 Gigawatt.

Vincent Van Quickenborne (Open VLD), der innerhalb der Regierung auch für die Belange der Nordsee zuständig ist, ergänzt: „Unser Land ist eines der Länder, die in der Produktion von Elektrizität auf der Nordsee vorneansteht.“ Die „Prinzessin Elisabeth-Zone“ liegt rund 33 km vor der Westküste unmittelbar an der Seegrenze zu Frankreich.

Belgien wird auch mit Sonnenenergie auf hoher See experimentieren und es wird eine künstliche Energieinsel mit rund 5 Hektar Fläche entstehen, die als Drehscheibe für das Schleusen von so gewonnener Energie in Richtung Festland fungieren wird.

Nicolas Maeterlinck

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